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Schweiz

Keiner will in der Schweiz schlafen – Tourismuszahlen sinken

Freitag, 2. November 2012, 11:58 Uhr

Nach dem leichten Lichtblick im Vormonat ist der Schweizer Tourismus wieder auf Talfahrt. Vor allem das Ausbleiben deutscher Touristen schlägt sich nieder. Besonders betroffen ist Graubünden.

Im September sank die Zahl der Übernachtungen in hiesigen Hotels um 1,7 Prozent auf 3,28 Millionen. Sowohl Schweizer (-2 Prozent), als auch Ausländer (-1,5 Prozent) buchten weniger Übernachtungen wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Bild Hotelbett.
Die Betten sind gemacht, bleiben aber ungenutzt. keystone

Graubünden am stärksten betroffen

Bei den ausländischen Gästen schlug am meisten das Ausbleiben der deutschen Touristen zu Buche. Sie kamen weniger zahlreich (-4,6 Prozent) und blieben weniger lang in Schweizer Hotels (-7,1 Prozent Übernachtungen). Damit sieht die Lage nach neun Monaten für die hiesige Hotellerie nicht rosig aus. Von Januar bis September kumulierten sich die Übernachtungen auf 27,79 Millionen. Das sind 1 Millionen Übernachtungen weniger als im Vorjahreszeitraum (-3,5 Prozent).

Die meisten Tourismusregionen mussten Einbussen hinnehmen. Am härtesten traf es Graubünden, wo von Januar bis September 343'100 Übernachtungen weniger gebucht wurden als im Vorjahr (-7,5 Prozent). Auch das Berner Oberland litt mit einem Minus von 6 Prozent deutlich. Getroffen wurden ebenfalls das Genferseegebiet im Waadtland (-5,6 Prozent) und das Tessin (-5,1 Prozent). Auf der anderen Seite konnte als einziges Tourismusgebiet die Region Freiburg deutlich mehr Übernachtungen verbuchen (+6,6 Prozent).

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Prognose Hotelübernachtungen Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent Quelle: bfs/seco

(sda/fasc;mery)