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Wirtschaft

Überraschender Aufwärtstrend bei Jobs in den USA

Donnerstag, 1. November 2012, 15:43 Uhr, Aktualisiert 15:47 Uhr

Das dürfte die Wahlkampfhelfer von Barack Obama freuen: Die US-Wirtschaft hat im Oktober so viele Stellen schaffen können, wie seit acht Monaten nicht mehr. Das Vertrauen der US-Konsumenten stieg sogar auf den höchsten Stand seit Februar 2008.

Bild Menschen stehen Schlange.
Endlich bessere Job-Aussichten: Die Arbeitslosenquote in den USA liegt unter den für die Präsidentenwahl kritischen 8 Prozent. reuters

Die Zahlen zum Zustand der Wirtschaft in den USA überraschten die Ökonomen. Im Oktober legte die Zahl der neu geschaffenen Stellen um 158'000 zu. Dies teilte die private Arbeitsvermittlung ADP mit.

Es handelt sich um den stärksten Zuwachs seit Februar. Ökonomen hatten lediglich mit 135'000 zusätzlichen Jobs gerechnet. Im September wurden korrigierten Angaben zufolge 114'000 neue Stellen geschaffen, nachdem zunächst von einem Plus von 162'000 die Rede gewesen war.

US-Konsumentenlaune steigt deutlich

Auch die Konsumlaune hat sich in den USA im Oktober erneut spürbar aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen kletterte von korrigiert 68,4 im September auf 72,2 Zähler, wie das private Forschungsinstitut Conference Board mitteilte.

Der Oktober-Wert erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2008. Die Entwicklung sei unter anderem auf die leicht sinkenden Arbeitslosenzahlen zurückzuführen.

Bereits im September hatte sich die Konsumlaune stark aufgehellt. Experten hatten für Oktober jedoch einen Anstieg auf 73 Punkte erwartet.

Steigende Beschäftigung

In der zurückliegen Wochen stellten 363'000 Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe – 9000 weniger als in der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten mit 370'000 gerechnet. Der Vier-Wochen-Schnitt sank auf 367'250.

Ökonomen zufolge deuten Werte unter 400'000 auf eine steigende Beschäftigung hin. Wegen des Sturms «Sandy» wurden die Daten für New Jersey und die Hauptstadt Washington geschätzt.

Arbeitslosenquote fällt

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt spielt eine entscheidende Rolle im Präsidentschafts-Wahlkampf zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney. Bislang ist noch nie ein Präsident wiedergewählt worden, während die Arbeitslosenquote über acht Prozent lag. 

Im September war die Arbeitslosenquote mit 7,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Für Oktober wird ein Anstieg auf 7,9 Prozent erwartet. Die Daten werden an diesem Freitag veröffentlicht -– also kurz vor der Wahl am Dienstag.

Einer Umfrage des Karriereportals Beyond.com zufolge sind die Beschäftigten mehrheitlich für Obama. Die Arbeitslosen bevorzugen aber Romney.

(reu/fref; muei)