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International

Ukraine: Klitschko-Partei beklagt Wahl-Manipulation

Donnerstag, 1. November 2012, 15:57 Uhr

Die Oppositionspartei von Boxweltmeister Vitali Klitschko ist empört: Seit Tagen erwartet die Ukraine Resultate für die Parlamentswahlen, aber definitive Resultate gibt es noch nicht. Die Zeit würde zu Fälschungen genutzt, sagt die Opposition.

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«In Hinterzimmern werden uns 1,5 Prozent der Stimmen gestohlen», sagte ein Vertreter der Klitschko-Partei Udar (Schlag). Auch die Partei von Julia Timoschenko sprach von Fälschungen. Aus Protest gegen angeblichen Wahlbetrug ist die inhaftierte Oppositionsführerin am Montag in einen Hungerstreik getreten.

Die Gebietswahlkommissionen, die unter Kontrolle der regierenden Partei der Regionen stehen, würden seit der Abstimmung am Sonntag Protokolle manipulieren, sagte ein Parteikollege Timoschenkos.

Doch es gibt auch mässigende Stimmen: Der inhaftierte Ex-Innenminister Juri Luzenko rief die Opposition auf, das Resultat der «unfairen Wahl» anzuerkennen. «Wir brauchen das Parlament als Brückenkopf für die Präsidentschaftswahl 2015», sagte er. Auch seine Haftstrafe wird international kritisiert.

Vorwürfe für nichtig erklärt

Als möglicher Präsidentschaftskandidat der Opposition gilt Klitschko. Die Wahlkommission weist Manipulationsvorwürfe zurück und begründet die langsame Auszählung mit dem «Faktor Mensch».

Die Partei von Präsident Viktor Janukowitsch kam laut Wahlleitung nach Auszählung der meisten Wahlzettel auf 30,07 Prozent der Stimmen. Die Vaterlandspartei erhielt 25,48 Prozent, Udar erreichte 13,93 Prozent. Die bisher mitregierenden Kommunisten erzielten 13,20 Prozent, die rechtspopulistische Partei Swoboda kam auf 10,42 Prozent.

Das Ergebnis unterstreicht die politische Spaltung des zweitgrössten Flächenstaats Europas. Während die Regierungsparteien im russischsprachigen Osten und Süden punkten konnten, gewann die Opposition im pro-europäischen Westen Stimmen.

(sda/galc)