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International

Arbeitskampf in Südafrika fordert wieder Tote

Donnerstag, 1. November 2012, 15:52 Uhr

Die gewalttätigen Arbeitskämpfe in Südafrika haben erneut Todesopfer gefordert. Sicherheitskräfte der Magdalena Mine im Nordosten erschossen nach Polizeiangaben zwei Streikende. Seit Monaten kämpfen die Minenarbeiter für bessere Löhne.

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Ein Unternehmenssprecher betonte, die Arbeiter hätten bei dem Vorfall am Mittwoch nahe Dannhauser (Provinz KwaZulu-Natal) versucht, ein Sprengstoff-Lager zu stürmen. Arbeitnehmervertreter sagten, die Arbeiter seien von Sicherheitskräften der Firma verfolgt und erschossen worden. Mit Tränengas ging die Polizei gegen Streikende einer Kohleaufbereitungsanlage im nahe gelegenen Dundee vor.
 
Seit Monaten leidet Südafrika unter blutigen Arbeitskämpfen. Dabei starben bereits über 50 Menschen. Noch immer befinden sich zehntausende Arbeiter, vor allem in den Bergwerken, im wilden Streik.

Hohe Arbeitslosigkeit

Südafrikas Präsident Jacob Zuma forderte die Streikenden auf, zur Arbeit zurückzukehren und den Arbeitskampf im gesetzlichen Rahmen zu führen: «Gewalt und Einschüchterung müssen ein Ende haben.»

Die Arbeitslosigkeit in Südafrika hat nach den neusten offiziellen Zahlen mit 25,5 Prozent den höchsten Stand seit über vier Jahren erreicht. Experten sprechen aber von einer realen Arbeitslosigkeit von etwa 50 Prozent.

(dpa/blur; muei)