Schweiz
Zoll stoppt Einfuhr von aggressivem Tränengas
Der Genfer Zolldirektion ist ein ungewöhnlicher Fang gelungen. Sie fing ein Paket aus China mit verdächtigem Inhalt ab. Darin befanden sich als Lippenstifte und Feuerzeuge getarnte, extrem aggressive Tränengassprays.
Im Paket befanden sich 444 Gas-Sprays mit Tränengas, die in Feuerzeugen und Lippenstiften versteckt waren.
Noch nie habe man in der Schweiz Tränengas in Lippenstifthüllen beschlagnahmt, sagte Michel Bachar von den Schweizer Zollbehörden. Die Ware sei in China von einer Schweizer Import-Export-Firma bestellt worden. Diese war als «elektronische Apparate» deklariert gewesen, so Bachar weiter.
Einfuhr von Tränengas ist verboten
Gegen das Import-Export-Unternehmen wird nun wegen Verstosses gegen das Waffengesetz ermittelt. Wie die Firma heisst, wollten die Behörden nicht sagen. Nur so viel: Das Unternehmen ist nicht im Kanton Genf ansässig.
Im weiteren müssen die Behörden nun ermitteln, an wen das Unternehmen die Feuerzeuge und Lippenstifte verkaufen wollte. Ausserdem muss abgeklärt werden, ob schon früher solche Pakete mit Tränengas importiert wurden.
Anders als etwa in Frankreich, wo Tränengas frei verkauft werden kann, fällt dieses in der Schweiz unter das Waffengesetz. «Wer Tränengas importieren will, braucht daher eine offizielle Erlaubnis», sagte Bernard Bersier von der Genfer Kantonspolizei. Und wer in der Schweiz mit Tränengas gefüllte Feuerzeuge oder Lippenstifte kauft, wird mit 300 Franken gebüsst.

Lebensmittel-Schmuggel im grossen Stil
Auch dem Basler Zoll gelang ein grosser Coup. Grenzwächter schnappten vier Schmuggler, die in Riehen (BS) satte 1,4 Tonnen Lebensmittel von Deutschland in die Schweiz einführen wollten. Hier mehr.
(sf/sda/godc; muei)







