US-Wahlkampf 2012
Obama und Christie: Gemeinsame Sache in der Not
US-Präsident Barack Obama hat sich einen ersten persönlichen Eindruck von den Sturmschäden im Bundesstaat New Jersey verschafft. Obama landete in Atlantic City. Empfangen wurde er vom republikanischen Gouverneur Chris Christie.
Christie, der ihn per Handschlag begrüsste, bestieg mit Obama einen Helikopter, um die Überschwemmungsgebiete zu begutachten.
Der republikanische Gouverneur Christie hatte bereits öffentlich das Krisenmanagement des demokratischen Präsidenten gelobt und damit wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl für Aufsehen gesorgt. Washington-Korrespondent Arthur Honegger analysiert im «Tagesschau»-Interview die aktuelle Lage im Wahlkampf:
Das Weisse Haus verneinte entschieden, dass es sich bei dem Besuch um einen Wahlkampfauftritt handle. «Es ist völlig angemessen, dass der Präsident New Jersey besucht», zitiert ein Reporter Obamas Sprecher Jay Carney: «Dies ist keine Zeit für Politik».
Auch der Wahlkampfberater des Präsidenten betonte, dass der Präsident lediglich seiner Verantwortung nachgehe: «Es handelt sich um eine Katastrophe gewaltigen Ausmasses.» «Sandy» war in der Nacht zu Dienstag über die US-Ostküste hereingebrochen, etwa 50 Menschen kamen ums Leben.
Absage der Halloween-Parade
Wirtschaftsexperten schätzen den Sachschaden auf 10 bis 20 Milliarden Dollar. Damit würde sich «Sandy» in die zehn teuersten Stürme der USA einreihen. Hinzu kommt der tagelange Stillstand in vielen Firmen. Trotzdem gehen Ökonomen nur von einer geringen Belastung für die Gesamtwirtschaft aus.
In New York normalisierte sich das Leben am Tag zwei nach dem Wirbelsturm – allerdings schleppend und vor allem ausserhalb der Flutgebiete. Busse fuhren wieder, zwei der drei Flughäfen waren am Mittwoch wieder geöffnet. Die wichtige U-Bahn sollte am Donnerstag wieder fahren – zumindest teilweise.
Die Halloween-Parade, zu der am Mittwochabend im Viertel Greenwich Village 40'000 Menschen erwartet worden waren, wurde zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte abgesagt. Präsident Obama liess das Halloween-Fest für Kinder im Weissen Haus ausfallen.
(agenturen/roso;)






