International
Stromausfälle nach «Sandy» auch wegen maroder Infrastruktur
Wirbelsturm «Sandy» führt an der US-Ostküste zu langen Stromausfällen und Schäden an Verkehrswegen und Leitungen. Dass die Auswirkungen so verheerend sind, liegt nicht nur an der Wucht des Sturms, sondern auch an der maroden Infrastruktur der Supermacht.
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Bereits bevor «Sandy» die USA erreicht hat, warnte Präsident Barack Obama vor tagelangen Stromausfällen. Ursache für die langen Ausfälle ist oft der schlechte Zustand des Stromleitungs-Netzes, wie Beat Soltermann, USA-Korrespondent von Radio DRS sagt.
«Die Stromleitung verlaufen ausserhalb der Städte meistens oberirdisch, und auch in den Städten ist nicht immer alles im Boden.» Da brauche es für einen Unterbruch beispielsweise nur einen Baum, der auf eine Leitung falle, weswegen auch vergleichsweise harmlose Unwetter zu tagelangen Stromausfällen führen können.
Geld für Investitionen fehlt
«Selbst dort, wo wie beispielsweise in Manhattan die Leitungen unterirdisch verlaufen, sorgt in die Schächte eingebrochenes Wasser für Stromunterbrüche», sagt Soltermann im «Tagesgespräch» von Radio DRS. «Die Infrastruktur ist wirklich sehr veraltet für ein modernes Land.»
Das Geld für Verbesserung oder nur schon Instandhaltung der Infrastruktur fehlt allerdings oft. Mancherorts fehlt auch schlicht der Wille zur Investition in Projekte wie die Verlegung von Stromleitungen in den Untergrund, weil sich die Beträge nur langsam amortisieren.
Und nicht zuletzt seien die Leute auch etwas gleichgültig gegenüber den Stromausfällen, obwohl dies auch bedeutet, dass Warmwasser und Heizung ausfallen. «Viele Leute nehmen das einfach gelassen. Wenn dann mal etwas der Strom ausfällt, dann ist das halt so», sagt Soltermann.
(srf/buet; frua)






