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International

Nach «Sandy»: Hunger und Seuchen in Haiti

Mittwoch, 31. Oktober 2012, 2:41 Uhr

Die Bilder vom tobenden Hurrikan Sandy an der US-Ostküste sind omnipräsent. Doch auch in der Karibik hat «Sandy» Tod und Verwüstung gebracht. In Haiti drohen nun Seuchen und Hungersnot.

Bild Kinder in einem überschwemmten Zimmer
Nach Durchzug des Hurrikans «Sandy» ist die Lage in Haiti prekär. keystone/archiv

In den vergangenen Tagen war Hurrikan «Sandy» in der Karibik für 65 Tote und erhebliche Sachschäden verantwortlich. 52 Menschen starben alleine in Haiti. Die meisten kamen bei Erdrutschen und Überschwemmungen ums Leben, die durch heftige Regenfälle ausgelöst wurden.

Mehr als 200'000 Menschen sind direkt von der Katastrophe betroffen. Besonders der Süden des Landes, in dem erst im August Tropensturm «Issac» gewütet hat, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.

Cholera-Infektion breitet sich aus

Während «Sandys» Wüten in den USA nun die Welt in Atem hält, ist in der Karibik noch längst nicht alles überstanden. «Häuser, Hütten, Brunnen, Toiletten und Ackerland stehen oder standen lange unter Wasser», berichtet das deutsche Rote Kreuz (DRK) auf der Website.

«Sandy» zog Spuren der Verwüstung durch die Karibik. (Tagesschau 26.10.2012, 12:45 Uhr)

Es sei kaum sauberes Wasser vorhanden, Krankheiten breiten sich aus. Schon jetzt verzeichnen die Hilfskräfte laut ihrer Aussage einen Anstieg der Cholera-Infektionen. Das DRK verteile Seife, Wasserreinigungstabletten und Eimer an die betroffenen Menschen. Auch würden die Menschen aktiv über die Ansteckungsgefahr informiert.

Steigende Lebensmittelpreise

Auch in der Landwirtschaft Haitis stellen die Überschwemmungen ein grosses Problem dar. Viele gerade erst gesetzte Pflanzen oder frisch ausgebrachte Saat ist zerstört worden. 

«Die Ernteverluste durch die beiden Tropenstürme ( «Isaac» und «Sandy»), sowie längere Trockenzeiten werden zu Nahrungsmittelengpässen und erhöhten Nahrungsmittelpreisen in den kommenden Monaten führen», schreibt die deutsche gemeinnützige Hilfsorganisation «Welthungerhilfe».

In den vergangenen Monaten gab es in Haiti immer wieder Proteste angesichts des Anstiegs der Lebenskosten und insbesondere der Preise für Nahrungsmittel.

(sf/weis;mery)