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International

Türkei verweigert Gespräche mit Assad

Dienstag, 30. Oktober 2012, 19:48 Uhr

Trotz der Ankündigung Assads eines «Flächenbrandes» in der Region, lehnt die Türkei einen neuen Dialog mit dem syrischen Regime ab. Ein Dialog mit einer Regierung, die selbst während des islamischen Opferfestes die Massaker gegen die eigene Bevölkerung fortsetze, sei sinnlos, sagte Aussenminister Ahmet Davutoglu.

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Die Türkei werde bei keinen Initiativen mitarbeiten, die zu einer Legitimation der Regierung von Präsident Baschar al-Assad beitragen könnten. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hatte die Länder der Region zu einem Dialog mit Syrien aufgerufen.
 
Im Verlauf der Unruhen im Nachbarland hat sich die Türkei, ein früherer Partner Syriens, zu einem der schärfsten Kritiker der Assad-Regierung gewandelt.

Visionen für Post-Assad-Ära
 
Mehrere Dutzend Oppositionelle beraten seit Montag in einem Vorort der türkischen Metropole Istanbul über eine «gemeinsame Vision für die Zukunft Syriens in der Post-Assad-Ära». Der Leiter der Veranstaltung, Radwan Siade, sagte, zu den Teilnehmern gehörten auch Kommandanten der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee.
 
Nach dem Ende des ohnehin kaum beachteten Waffenstillstands griff die syrische Luftwaffe mit neuer Intensität Stellungen der Rebellen an. Nach Angaben der Opposition bombardierten Kampfflugzeuge Ziele in den Aussenbezirken der Stadt Homs und in anderen Orten. Dabei seien 30 Menschen getötet worden, unter ihnen 28 Zivilisten.
 
Erstmals Jagdbomber über Damaskus
 
Auch Vororte von Damaskus wurden wieder aus der Luft angegriffen. Erstmals setzte die syrische Armee auch Jagdbomber ein, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Bisher wurden in der Hauptstadt Helikopter eingesetzt.
 
In Damaskus gab es nach Angaben von Aktivisten Gefechte zwischen syrischen Soldaten und Rebellen in einem palästinensischen Flüchtlingslager. Berichte über Tote nach den Kämpfen im Lager Jarmuk in der syrischen Hauptstadt lagen nicht vor, wie die Beobachtungsstelle und die örtlichen Koordinationskomitees mitteilten.
 
Luftwaffenoffizier getötet
 
Einem Bericht des syrischen Staatsfernsehens zufolge ist ein ranghoher Offizier der Luftwaffe getötet worden. «Terroristengruppen» hätten den Luftwaffengeneral Abdullah Mahmud al-Chalidi «ermordet», berichtete das Staatsfernsehen.
 
Das Attentat im Norden der Hauptstadt Damaskus sei «Teil ihrer Kampagne, auf nationale Persönlichkeiten und Wissenschaftler zu zielen», hiess es in dem Bericht, in dem keine weiteren Angaben zu dem Vorfall gemacht wurden.

(agenturen/roso;mery)