International
Meningitiswelle: US-Behörde findet Schimmel in Pharmafirma
Verunreinigte Injektionen haben bereits 25 Menschen in den USA das Leben gekostet. Hunderte erkrankten. Jetzt sind Inspektoren bei der Herstellerfirma auf Schimmelpilze und Bakterien in unzulässiger Menge gestossen.
Der Inspektionsbericht der Food and Drug Administration (FDA) war am Samstag auf der Webseite der Behörde zu lesen. Demnach fanden die Inspektoren etliche Mängel bei der Firma NECC in Massachusetts, darunter einen grünlich-gelben Belag auf Sterilisierungsgeräten. Obwohl die Arzneimittelproduktion gleichbleibende Temperaturen und Feuchtigkeitswerte verlangte, wurde die Klimaanlage nachts ausgeschaltet.
Das Unternehmen hat Medikamente in grossen Mengen hergestellt und sie auch an die Spitäler renommierter Universitäten wie Harvard und Yale sowie die Mayo-Klinik geliefert. Dies schrieb die «New York Times».
Staubwolken der Müllaufbereitungsanlage
Kritisiert wurde gemäss der Zeitung weiter die unmittelbare Nähe der Pharmafirma zu einer Müllaufarbeitungsanlage, deren Staubwolken bereits mehrfach von Anwohnern beanstandet worden seien. Der Betreiber der Recyclinganlage sei auch an der Führung des Pharmaunternehmens beteiligt.
Zehntausende Menschen in den USA sollen das verunreinigte Medikament bekommen haben. Die Gesundheitsexperten rechnen jedoch damit, dass die Quote der Erkrankungen unter fünf Prozent bleibt. Zumeist wird ein Fall erst nach Wochen erkannt. Mit der Zeit könnten bis zu 1500 Fälle auftreten. Einige dieser Hirnhautentzündungen dürften nach Einschätzung der Experten tödlich enden.
(sda/galc; frua)







