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Vermischtes

Der Winter auf der Überholspur

Freitag, 26. Oktober 2012, 16:53 Uhr

Arktische Luft hält ganz Europa fest im Griff. Auch der Schweiz steht ein winterliches Wochenende bevor. Ab Samstag fällt Schnee bis ins Flachland und eisiger Wind mit bis zu 70 Stundenkilometern vertreibt die noch relativ milden Temperaturen.

Bild In Adelboden liegt Schnee dick auf Stühlen – Wintereinbruch in den Bergen. Dieses Jahr schon im September.
Im Flachland könnte es am Wochenende die ersten Zentimeter Neuschnee geben. In den Bergen (Bild: Adelboden im September) fiel der erste Schnee früher. keystone / archivbild

Der Schnee soll vor allem im Osten der Schweiz oberhalb von rund 500 Metern liegen bleiben, prognostiziert «SF Meteo». In den Alpen könne es bis Sonntag 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee geben.

Früher Schnee nicht ungewöhnlich

Der Wetterumschwung setzt schon am Freitag ein. Erste Niederschläge fallen auf der Alpennordseite am Nachmittag. Mit der kälter werdenden Luft kommt die Schneefallgrenze von 2000 Meter am Freitag bis auf 500 Meter am Samstag herunter. Hinzu kommt eine Bise, die mit bis zu 70 Stundenkilometern über die Schweiz fegt.

Letztmals hatte es in den Niederungen im Jahr 2008 so früh geschneit. Laut Meteorologen ist dieses Wetterphänomen aber nicht ungewöhnlich. Nach dem ersten Wintereinbruch dürfte es vorübergehend auch wieder wärmer werden.

Kältetoter in Moskau

In Deutschland ist der Winter ebenfalls schlagartig eingezogen. Hatten am vergangenen Wochenende noch sommerliche Verhältnisse geherrscht, trafen am Freitag aus Norden die ersten Schneewolken ein.

Bereits erste Kältetote hat Moskau zu beklagen. Die Ärzte hätten den Mann nicht mehr retten können, meldete die  Agentur Interfax. In Lettland starb die Insassin eines Reisebusses bei einem Verkehrsunfall. Das Fahrzeug kam von der spiegelglatten Strasse ab und überschlug sich.

Schuld an dem Wintereinbruch sind zwei Tiefs, die sich von Osteuropa bis Skandinavien erstrecken. Ein Hoch liegt über Grönland. Zwischen den Hoch- und Tiefdruckgebieten fliesst polare Luft direkt in den Süden. Dort pumpt Tief «Rafael» noch subtropische Luft nach Norden. In der Mitte treffen Kalt- und Warmluft aufeinander, wobei die Kaltluft die Oberhand behält.

Winterlandschaft Attinhausen (Peter Kempf)

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(sda/zinv; rufi)