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Schweiz

Novartis: Grippe-Impfstoff ist sicher

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 10:46 Uhr, Aktualisiert 20:38 Uhr

Novartis hält seinen in Italien hergestellten Grippeimpfstoff auch nach dem Auslieferungsstopp für sicher. Bei den bemängelten Partikeln handle es sich um eine Verklumpung von normalen Impfstoff-Bestandteilen, sagte Novartis-CEO Joseph Jimenez.

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Auslieferungsstopps für den Novartis-Impfstoff gelten bisher für Italien, die Schweiz und Österreich. Inzwischen wird auch in Deutschland über Konsequenzen beraten. Das für die Prüfung und Freigabe von Influenza-Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut prüft derzeit, inwieweit Deutschland betroffen sein könnte.

Reine Vorsichtsmassnahme

Das italienische Gesundheitsministerium hatte den Verkauf am Mittwoch wegen möglicherweise schädlicher Nebenwirkungen gestoppt. Als Folge davon erliess die Schweizer Medikamenten-Aufsicht Swissmedic auch für den Novartis-Heimmarkt einen vorsorglichen Auslieferungsstopp für Agrippal und Fluad.

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Betroffen ist ein Lot aus der Produktion in Italien. In Italien stellt Novartis Impfstoffe für europäische Märkte und Teile von Asien her.

Die in den beiden Impfstoffen bemängelten weissen Partikel erklärte Konzernchef Jimenez mit der komplexen Produktion. Es könnten bei Impfstoffen kleine Partikel entstehen – es handle sich dabei um eine Verklumpung von Proteinen, die im Impfstoff ohnehin Verwendung fänden.

Die Novartis ist der Überzeugung, dass die betroffenen Impfdosen keine Verunreinigungen aufweisen. (Tagesschau 25.10.2012, 19:30 Uhr)

Es sei indessen kein Qualitätsproblem, auch habe die Qualitätsprüfung funktioniert, hielt der CEO weiter fest. Er sei zuversichtlich, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe gewährleistet sei, so Jimenez weiter.

Knappheit bei den Impfdosen

Die Panne bei Novartis kommt ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem Hersteller von Grippeimpfstoffen Mühe bekunden, die Schweiz zu beliefern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte am Dienstag mitgeteilt, dass kommende Woche über eine Million Impfdosen gegen die saisonale Grippe zur Verfügung stehen dürften.

Weil aber insgesamt 1,3 Millionen Impfdosen bestellt worden waren, hat das BAG die Grippeimpfstoff-Hersteller Novartis, GlaxoSmithKline, Sanofi-Aventis und Solvay ersucht, zusätzliche Impfdosen zu liefern.

Die Firma Crucell kann ihren Impfstoff aus Qualitätsgründen weiterhin nicht ausliefern. In der «Tagesschau» hatte Swissmedic-Sprecher Daniel Lüthi erklärt, dass angesichts der insgesamt 1,3 Millionen Grippeimpfdosen die nun gestoppte Auslieferung der 160'000 Novartis-Impfdosen nicht ins Gewicht falle.

(sda/awp/muei/coro;gern)