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Ab heute sollen in Syrien die Waffen ruhen
Die syrische Armee will ab heute für die Zeit des islamischen Opferfests Eid al-Adha alle Militäreinsätze einstellen. Die Waffenruhe solle bis zum Ende der Feiern am Montag gelten, teilte die Armee mit.
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Das Regime behält sich aber vor, auf Beschuss und Anschläge zu reagieren. Der Syrien-Gesandte der UNO und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, der die Kampfpause ausgehandelt hatte, sagte zuvor, dass ein neuerliches Scheitern einer Waffenruhe die Kämpfe noch verschärfen könnte. Auch China appellierte an die Konfliktparteien,
die Chance zu nutzen.
Die oppositionelle Freie Syrische Armee bekräftigte ihr Versprechen, sich an die Feuerpause halten zu wollen. Allerdings drohten die Rebellen, auf jede Kugel mit hundert Kugeln zu reagieren, wie ihr Oberkommandant General Mustafa al-Scheich der Nachrichtenagentur AFP am Telefon sagte.
Hoffnung auf dauerhafte Lösung
Brahimi hofft, dass eine Waffenruhe den Beginn einer politischen Lösung markieren wird. Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Gruppe Al-Nusra-Front verkündete jedoch, dass es zwischen ihr und der Assad-Regierung keine Waffenruhe geben werde.
Anzeichen, dass die Kämpfe nachlassen könnten, gab es bislang aber nicht. Sowohl die staatliche Nachrichtenagentur Sana als auch Oppositionelle meldeten heftige Gefechte aus dem Grossraum Damaskus, Idlib und Aleppo. Aktivisten berichteten von über 100 Toten.

UNO-Ermittler wollen Kriegsverbrechen in Syrien nachgehen
Die UNO-Ermittler zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in Syrien sollen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Das Team, dem auch Carla Del Ponte angehört, sammelt Beweise für Kriegsverbrechen syrischer Regierungskräfte und Aufständischer in dem seit 19 Monaten andauernden Konflikt. Mehr dazu finden Sie hier.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete die Einnahme eines Armeepostens bei Raka östlich von Aleppo durch Rebellen. Zudem sei bei Damaskus der nördliche Vorort Harasta erneut bombardiert worden, während es im Süden Kämpfe in Tadamun und Kadam gegeben habe.
Im Umland von Damaskus wurde die Leiche eines Priesters gefunden, der sechs Tage zuvor von Unbekannten entführt worden war. Regimegegner und Anhänger von Assad gaben der jeweils anderen Seite die Schuld am Tod des griechisch-orthodoxen Priesters Fadi al-Haddad von der St.-Elias-Gemeinde in Katana.
(sda/blur;weis)






