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International

Gewalt in Nahost überschattet Ashton-Besuch

Mittwoch, 24. Oktober 2012, 13:21 Uhr

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind vier Palästinenser getötet und zehn weitere verletzt worden. Bei Raketenangriffen auf Israel wurden drei Personen verletzt. Die Gewalteskalation überschattet den Besuch der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton in Nahost.

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Ashton wollte sich in Jerusalem mit Israels Führung treffen. Am Donnerstag wollte sie mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über die Lage in der Region reden.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Safa meldete, eine Gruppe militanter Palästinenser sei im Süden des Küstengebiets getroffen worden. Dabei habe es einen Toten und einen Verletzten gegeben. Die israelische Armee teilte mit, die Gruppe habe kurz zuvor Raketen auf Israel abgefeuert.

In der Nacht waren im nördlichen Gazastreifen zwei militante Palästinenser bei Luftangriffen getötet worden, ein weiterer erlag später seinen Verletzungen. Nach palästinensischen Angaben waren sie Mitglieder der Kassam-Brigaden – des militärischen Arms der radikal-islamischen Hamas. Bei weiteren Luftschlägen gab es Verletzte.

Heftige Raketenangriffe auf Israel

Die heftigen Raketenangriffe auf Israel dauern derweil an. Die israelische Armee teilte mit, seit Mitternacht seien mehr als 65 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert worden. Dabei wurden drei ausländische Arbeiter verletzt, zwei davon schwer. Vier Häuser seien direkt getroffen worden, meldete der israelische Rundfunk.

Bild Ein israelischer Soldat inspiziert an der Grenze zum Gazastreifen ein bombardiertes Haus.
Ein israelischer Soldat inspiziert an der Grenze zum Gazastreifen ein bombardiertes Haus. keystone

In zahlreichen israelischen Ortschaften im Umkreis von Gaza wurden die Schulen geschlossen. Auch in palästinensischen Schulen im Osten des Gazastreifens wurde der Unterricht abgesagt. Der Grenzübergang Kerem Schalom zum Gazastreifen wurde wegen akuter Terrorwarnungen abgeriegelt.

Hoher Besuch im Gazastreifen

Am Dienstag hatte der Emir von Katar, Scheich Hamad Bin Chalifa al-Thani, als erster Staatschef seit der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas vor fünf Jahren den Gazastreifen besucht. Er weihte mehrere Hilfsprojekte ein und appellierte an Hamas und die gemässigtere Fatah, ihren Bruderzwist zu beenden.

Der Besuch wurde als grosser diplomatischer Erfolg für die Hamas gewertet, die im Westen als Terrororganisation gilt und deren Herrschaft im Gazastreifen nicht anerkannt wird.

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Israel fühlt sich provoziert

Der Emir von Katar ist in den Gazastreifen gereist. Es ist das erste Mal seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas, dass ein Staatsoberhaupt dorthin reist. Hamas-Führer Ismail Hanija hat den Emir in Empfang genommen. Dies ärgert vor allem Israel. Hier mehr.

(sda/godc;horm)