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Japanischer Minister gibt Kontakte zu Gangster-Syndikat zu
Japans Premier Noda gerät zunehmend unter Druck. Wegen früherer Kontakte zu Gangstern wirft sein neuer Justizminister nach nur einem Monat das Handtuch. Für die Opposition ist das ein gefundenes Fressen. Sie will an die Macht zurück.
Wegen früherer Kontakte zu einem Gangster-Syndikat hat der japanische Justizminister Keishu Tanaka nach nur einem Monat Amtszeit seinen Rücktritt erklärt.
Regierungschef Yoshihiko Noda werde in Kürze einen Nachfolger bestimmen, sagte ein Sprecher laut der Nachrichtenagentur Kyodo.
Der 74 Jahre alte Tanaka hatte zugegeben, vor rund 30 Jahren für ein ranghohes Mitglied der japanischen Yakuza eine Hochzeit arrangiert zu haben. Dies hatte ein japanisches Wochenmagazin aufgedeckt. Zuvor war Tanaka bereits wegen eines Spendenskandals in die Schusslinie der Kritik geraten.
Opposition liegt auf der Lauer
Die Opposition will den Fall Tanaka nutzen, den Druck auf Regierungschef Noda zu erhöhen, vorzeitige Neuwahlen auszurufen. Noda hatte erst kürzlich zum dritten Mal seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr sein Kabinett umgebildet.
Noda – der sechste Ministerpräsident in sechs Jahren – versucht damit, seine Demokratische Partei DPJ vor den möglicherweise schon bald kommenden Wahlen zum mächtigen Unterhaus des Parlaments aus einem Umfragetief zu holen.
Die oppositionelle Liberaldemokratische Partei LDP unter dem nationalistischen Ex-Premier Shinzo Abe wittert die Chance, nach ihrer historischen Wahlniederlage 2009 an die Macht zurückzukehren.
Die LDP hat bereits im Oberhaus die Mehrheit und versucht damit, Noda zu vorgezogenen Neuwahlen zu zwingen. Die Umfragewerte der Regierung Noda waren von einst mehr als 60 auf unter 30 Prozent gefallen.
(sda/gern;schj)



