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International

Assads Krieg treibt 358'000 Menschen in die Flucht

Dienstag, 23. Oktober 2012, 19:03 Uhr

Mehr als 358'000 Syrer sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) bisher vor dem Bürgerkrieg in die Nachbarländer Türkei, Jordanien, Libanon und Irak geflohen. Im Libanon seien mittlerweile 101'283 syrische Flüchtlinge registriert worden.

Damit ist der ebenfalls von Unruhen erschütterte Staat Libanon das dritte Nachbarland mit mehr als 100'000 syrischen Flüchtlingen. In der Türkei liegt die offizielle Zahl bei 101'000, in Jordanien bei 105'000, bestätigte eine UNHCR-Sprecherin in Genf.

Bild Flüchtlingslager in Jordanien.
Auch nach Jordanien versuchen Hunderttausende zu fliehen. reuters

Über 33'000 Tote

Hinzu kämen Zehntausende, die sich bisher noch nicht bei Behörden oder der Hilfsorganisation gemeldet hätten. Vor allem in der Türkei leben Zehntausende Flüchtlinge ausserhalb der Lager. Auch in den Irak sind bereits mehr als 42'000 Syrer geflohen. Weitere 6'800 seien in Nordafrika registriert worden.

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien halte weiter an, sagte die Sprecherin weiter. Sie rief die Staatengemeinschaft auf, den betroffenen Ländern zu helfen. Zudem sollten die europäischen Staaten ihre Grenzen für Flüchtlinge offenhalten. Die UNO-Behörde geht davon aus, dass bis zum Ende des Jahres bis zu 700'000 Syrer ins Ausland geflohen sein dürften.

Infolge des Aufstandes gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad, welcher im März 2011 begann und sich inzwischen zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet hat, sollen je nach Quellenangaben bereits mehr als 33'000 Menschen getötet worden sein. Der Konflikt droht inzwischen auf Nachbarstaaten wie den Libanon und die Türkei überzugreifen.

Bild UNHCR-Mitarbeiter in Flüchtlingslager.
Das Flüchtlingshilfswerk ist rund im Syrien im Einsatz. reuters

(sda/fasc;roso)