Schweiz
Nach Ausbruch: Gefängnisse auf Prüfstand
Nach dem jüngsten Gefängisausbruch in der Waadt will die Regierung jetzt Konsequenzen ziehen. Alles soll kontrolliert und verbessert werden, sowohl Technik und Personal als auch die internen Abläufe.
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Nach dem zweiten Ausbruch mehrerer Häftlinge aus der Strafanstalt La Croisée in Orbe (VD) innerhalb kurzer Zeit zieht die zuständige Regierungsrätin Béatrice Métraux Konsequenzen: Sie hat ein Audit in Auftrag geben, das die interne und externe Sicherheit prüfen soll.
Konkret gehe es darum, sowohl die technischen Vorrichtungen wie auch die interne Organisation und die Hierarchie beim Personal zu überprüfen, sagte Métraux anlässlich eines Pressetermins. In der Nacht auf Sonntag waren sechs Männer aus der Strafanstalt La Croisée geflohen.
Exterenes Sicherheitssystem funktionierte
Ihnen gelang es, die verriegelten Türen mit selbst gebasteltem Handwerkzeug aus Löffeln und Messern zu öffnen. Die Insassen gelangten über Büros, die sich im Zellentrakt befinden, nach draussen.
Im Gegensatz zum letzten Ausbruch im Juli funktionierten dieses Mal die externen Sicherheitssysteme des Gefängnisses. Als die Flüchtenden auf dem Parkplatz waren, wurde ein Alarm ausgelöst – exakt um 1.15 Uhr. Zwei Minuten später sei die Polizei bereits informiert gewesen, sagte Philippe Jaton, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei
Zwei Gefangene weiterhin flüchtig
Über zwanzig Polizei-Patrouillen beteiligten sich an der Suche nach den Flüchtigen. Auch ein Super Puma der Armee stand im Einsatz. Schliesslich konnten gegen fünf Uhr früh zwei Männer bei Suchy (VD) festgenommen werden. Rund eine halbe Stunde später gingen der Polizei zwei weitere Gefängnisinsassen ins Netz.
Zwei Männer sind noch immer flüchtig. Bei den Gefangenen handelt es sich um Männer, die wegen Diebstahls und ähnlichen Delikten in Untersuchungshaft sitzen.
(sda/maiu; schl)





