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Schweiz

Die Parteien ein Jahr nach den Wahlen

Montag, 22. Oktober 2012, 19:57 Uhr, Aktualisiert 20:35 Uhr

Am 23. Oktober 2011 haben die Schweizer das Parlament neu gewählt. Claude Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.bern analysiert in der «Tagesschau», wo die Parteien heute stehen und erklärt, warum die Grünliberalen und die BDP weiter zulegen.

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Die Grünliberalen (GLP) und die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) befinden sich ein Jahr nach den eidgenössischen Wahlen weiter auf der Siegerstrasse. Für Claude Longchamp ist klar, dass sie es geschafft haben, den Schub, den sie sich mit dem Wahlsieg 2011 geholt hatten, in alle kantonalen Wahlen, in denen sie angetreten waren, transportieren konnten. «Nicht zuletzt, weil sie eine Alternative zur Polarisierung bieten und die Themen konstruktiv umsetzen», so Longchamp in der «Tagesschau».

FDP-Bilanz nach 8 kantonalen Wahlen: 4:4

Der Freisinn gehörte vor einem Jahr zu den Verlierern und hat den Abwärtstrend bei allen acht kantonalen Wahlen seither etwas stoppen können. Bei vier kantonalen Wahlen gewannen sie, bei vier verloren sie. «Bei den Siegen der FDP hängt es sehr stark davon ab, wie sich die Partei auf kantonaler Ebene erneuert hat, wie etwa in St. Gallen oder im Aargau.» Dort gehe es für die FDP bergauf, analysiert Longchamp.

Die Mitteparteien BDP und Grünliberale befinden sich weiter im Aufwind. (Tagesschau 22.10.2012, 19:30 Uhr)

In den Kantonen sei es zudem wichtig, wie die Situation jeweils zwischen der FDP und der SVP aussehe. In keinem Kanton haben bislang beide Parteien gewonnen. Longchamp: «Das heisst: Entweder gehen die Wähler, die sich eine Neuorientierung wünschen zur SVP oder zur FDP.»  

SVP punktet derzeit in den Kantonen

Bei den Polparteien SP und SVP sehe es etwas anders aus, als noch vor einem Jahr. Damals sei die Stimmungslage durch die unterschiedlichen Erfolge bei den Ständeratswahlen geprägt gewesen. Sie SP konnte im Ständerat zulegen, während die SVP ihren Durchmarsch nicht machen konnte. «Beide Effekte sind nun ausgelaufen. Heute ist die SP nicht mehr so gut in Fahrt wie noch vor einigen Monaten und die SVP ist wieder besser in Fahrt, als noch vor kurzem.»

Weshalb die SVP – trotz innerparteilichen Negativ-Schlagzeilen – zulegt, erklärt Longchamp damit, dass  die Partei bei nationalen Wahlen immer stärker sei, als bei kantonalen. «In den Kantonen wirken sich die momentanen Schwierigkeiten der Partei derzeit aber weniger aus, als auf nationaler Ebene.»

(sf/schubeca;maiu)