Inhalt

International

Untersuchung des «Marikana-Massakers» gestartet

Montag, 22. Oktober 2012, 20:56 Uhr

In Südafrika hat die Untersuchung zu den Gewaltausbrüchen bei der Platinmine Marikana mit über 40 Toten begonnen. Laut den Opfer-Anwälten hat die Polizei Mitte August mindestens 12 Streikenden in den Rücken geschossen.

Bild

Die Anwälte der Polizei argumentierten vor dem Gremium in Rustenburg, die Polizisten hätten erst auf die Streikenden geschossen, als die Situation anders nicht mehr unter Kontrolle zu bringen gewesen sei. Die Polizisten hätten aus Selbstschutz geschossen.

Ziel sei es gewesen, die 3000 Demonstranten «zu entwaffnen und zu zerstreuen». Die Polizisten hätten sich zuvor um «eine friedliche Auflösung» bemüht, beteuerten die Anwälte.

Eskalation vor Mine: Über 40 Tote

Nach Berichten der Gerichtsmedizin waren 34 Menschen von Polizisten getötet worden, zehn starben bei Zusammenstössen zwischen Arbeitern und zwei weitere aus anderen Ursachen zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Angehörigen der getöteten Mineure waren aus vielen Landesteilen nach Rustenberg gereist. Die Untersuchungskommission hatte den Beginn der Anhörung zunächst auf den 1. Oktober angesetzt, dann aber nach hinten verschoben, weil Angehörige der Getöteten sonst nicht rechtzeitig in die Stadt gekommen wären.

(sda/reuters/schubeca;maiu)