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International

Islamistische Kämpfer sammeln sich in Mali

Montag, 22. Oktober 2012, 17:40 Uhr

Im Norden Malis sind hunderte Dschihadisten zur Verteidigung des von islamistischen Milizen kontrollierten Gebiets eingetroffen. Die UNO hat bereits grünes Licht für die militärische Intervention einer westafrikanischen Truppe gegen die Milizen gegeben.

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Die am Wochenende angereisten Kämpfer stammen nach Berichten aus Sicherheitskreisen teilweise aus dem Sudan und aus dem von Marokko beanspruchten Gebiet Westsahara. Ein Bewohner der Stadt Timbuktu sagte, in den vergangenen 48 Stunden seien mindestens 150 islamistische Kämpfer aus dem Sudan eingetroffen.

Eine andere Quelle, die einer Nichtregierungsorganisation nahesteht, bestätigte das Eintreffen der Sudanesen in Timbuktu und Umgebung. Es seien aber auch Islamisten «anderer Nationalität» unter ihnen. Auch aus der Stadt Gao berichteten Augenzeugen über die Anreise von Kämpfern.

Frankreich bietet Hilfe an

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich bietet Mali logistische Unterstützung für die malische Armee an, wie der Sondergesandte für die Sahelzone, Jean Félix-Paganon, sagte. Frankreich will demnach auch Ausbildner nach Mali entsenden.

Uno-Sicherheitsrat erklärt Resolution zu Mali. («Tagesschau», 13.10.2012)

Vergangene Woche hatte der UNO-Sicherheitsrat auf Bitten Malis den Einsatz einer 3000 Soldaten starken Truppe aus den Mitgliedsstaaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) grundsätzlich gebilligt. Diese soll im Norden des Landes gegen die islamistischen Milizen vorgehen, die dort im Frühling die Macht übernommen hatten.

(sda/roso;schubeca)