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International

In Libyen sprechen wieder die Waffen

Montag, 22. Oktober 2012, 20:22 Uhr

Regierungstreue Milizen und Gaddafi-Anhänger haben sich in Bani Walid schwere Gefechte geliefert. Die Stadt gilt als Hochburg des getöteten Ex-Staatschefs. Nach Angaben lokaler Medien ist die humanitäre Lage sehr schlecht.

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Wie viele Menschen seit Beginn der Kämpfe in der vergangenen Woche getötet wurden, ist nicht klar. Die Milizionäre sollen am Wochenende 22 Kämpfer verloren haben.

Ein Sprecher der Streitkräfte erklärte, die regierungstreuen Milizen hätten grosse Teile von Bani Walid unter ihre Kontrolle gebracht. In die restlichen Stadtteile wolle man vorerst mit Rücksicht auf die dort lebenden Zivilisten nicht vordringen. Zahlreiche Familien seien in die Stadt Tarhuna geflüchtet, hiess es.

UNO fordert friedliche Lösung

Am Sonntag hatten etwa 500 Menschen vor dem Sitz des Parlaments in Tripolis gegen die Militärkampagne in Bani Walid protestiert. Sie wurden mit Warnschüssen vertrieben.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich nach Angaben eines Sprechers besorgt über die Lage. Er forderte die Übergangsregierung auf, eine friedliche Lösung des Konflikts in der Wüstenstadt zu finden.

Gaddafi-Sohn angeblich tot

Keine Bestätigung gab es weiterhin für Berichte von Milizionären aus der Stadt Misrata. Diese hatten erklärt, sie hätten Chamis al-Gaddafi, den jüngsten Sohn des vor einem Jahr getöteten Diktators Muammar al-Gaddafi, in Bani Walid gefangen genommen. Angeblich war Chamis verletzt und starb, als man ihn nach Misrata brachte.

(dpa/roso;maiu)