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Schweiz

Schweiz will Geld für deutsche Studis

Sonntag, 21. Oktober 2012, 15:42 Uhr

Nach dem Fluglärm- und dem Steuerstreit zeichnet sich ein weiterer Konfliktherd zwischen Bern und Berlin ab. Die Schweiz will künftig von der Bundesrepublik für deutsche Studenten an ihren Universitäten bezahlt werden.

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Bern strebe dafür eine Abgeltungsvereinbarung mit der Bundesregierung an, berichtet die «NZZ am Sonntag». Im Gegenzug seien die Eidgenossen bereit, finanzielle Beiträge für ihre Studenten in deutschen Unis zu leisten. Die Bundesrepublik würde aber deutlich mehr Geld überweisen müssen, da mehr Deutsche in der Schweiz studieren als umgekehrt.
 
Über die Vorstellungen der Schweiz habe es bislang nur «informelle exploratorische Gespräche» mit Berlin gegeben, sagte Mauro Dell'Ambrogio, Staatssekretär für Bildung und Forschung in Bern. Das Interesse Deutschlands an einer Einigung sei gering, «da es derzeit vornehmlich Studenten exportiere und daher Nettozahler einer solchen Lösung wäre», heisst es in der Zeitung unter Berufung auf den Staatssekretär.

Gegen 10'000 Studenten aus Deutschland
 
Angesichtes steigender Kosten durch immer mehr ausländische Studenten, will die Schweiz auch mit anderen Ländern entsprechende Abgeltungsabkommen erreichen. Als vordringlich gilt jedoch eine Lösung mit der Bundesrepublik, da Deutsche mit knapp 29 Prozent den weitaus grössten Teil der mehr als 35'000 ausländischen Studierenden ausmachen. Wegen steigender Kosten durch immer mehr ausländische Studenten will die Schweiz auch mit anderen Staaten Abgeltungsabkommen aushandeln.

(dpa/blur;mery)