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International

USA dementieren Atom-Gespräche mit dem Iran

Sonntag, 21. Oktober 2012, 2:08 Uhr, Aktualisiert 02:39 Uhr

Das Weisse Haus hat energisch dementiert, dass es eine Übereinkunft mit dem Iran zu Zweiergesprächen über das Teheraner Atomprogramm nach der Wahl am 6. November gibt. Es sei nicht wahr, dass derartige Gespräche oder Treffen vereinbart worden seien, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates.

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Die USA arbeiteten weiter im Rahmen der P5-Gruppe – die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland – an einer diplomatischen Lösung. Weiter wurde betont, dass Präsident Barack Obama alles Nötige tun werde, um den Iran am Atomwaffenbesitz zu hindern.

Jahrelange Geheim-Verhandlungen?

Die «New York Times» hatte unter Berufung auf hohe US-Regierungsbeamte zuvor berichtet, dass mit iranischen Diplomaten eine Übereinkunft über direkte Gespräche getroffen worden sei. Der Iran wolle aber, dass sie erst nach der Wahl begännen, weil er erst sehen wolle, wer sein Verhandlungspartner sein werde.

Die Übereinkunft sei das Ergebnis geheimer Verhandlungen von iranischen und amerikanischen Diplomaten, die schon seit Anfang der Präsidentschaft Barack Obamas vor rund vier Jahren laufen sollen, hiess es.

Bild Menschen zünden Obama-Plakat an
Protest gegen Obama in Teheran – keine gute Ausgangslage für direkte Kontakte, so scheint es. reuters/archiv

Iran: Kontakte mit USA verbessern

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Tommy Vietor, unterstrich, dass die USA dem Iran stets bilaterale Treffen angeboten hätten. Auch Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hatte erst vor kurzem in New York bilaterale Gespräche mit den USA im Atomstreit angeregt. «Der Iran ist bereit, seine negative Haltung gegenüber den USA zu überdenken und die Kontakte zu verbessern», sagte Ahmadinedschad im Gespräch mit amerikanischen Schülern.

Der Westen und Israel verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Forschung an Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das.

Angst vor Atomwaffen aus dem Iran (Tagesschau, 21.08.2010)

(agenturen/halp;mery)