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International

Kämpfe in Kolumbien mit der Farc gehen weiter

Sonntag, 21. Oktober 2012, 8:17 Uhr

Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen herrscht in Kolumbien zwischen Regierungstruppen und den linksgerichteten Farc-Rebellen keine Waffenruhe. In der Nacht sollen fünf Soldaten von bewaffneten Farc-Kämpfern getötet worden sein.

Bild Kolumbianische Soldaten in Bogota. (reuters)
Dem Kampf in Kolumbien sind in den letzten Jahrzehnten Hunderttausende zum Opfer gefallen. reuters/archiv

Die mit Sprengsätzen bewaffneten Farc-Kämpfer hatten eine Patrouille im Südwesten der Stadt Puerto Asis an der Grenze zu Ecuador angegriffen. Das eilte die kolumbianische Armee auf ihrer Website mit. Dabei wurden fünf Soldaten getötet, drei weitere verletzt.
 
Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem zwei mutmassliche Rebellen bei einem Einsatz der kolumbianischen Luftwaffe gegen ein Farc-Lager an der Pazifikküste getötet worden waren.

Getötet und vertrieben
 
Beide Seiten hatten am Donnerstag in der norwegischen Hauptstadt Oslo offiziell Friedensgespräche aufgenommen. Die kolumbianische Regierung hatte aber einen Waffenstillstand während der Verhandlungen abgelehnt.
 
Norwegen und Kuba vermitteln in dem Konflikt, in dem nach Schätzungen der Regierung in Bogotá 600'000 Menschen getötet wurden. Etwa 3,7 Millionen Menschen sind demnach durch die Gewalt vertrieben worden. Am 15. November sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.
 

Farc: Drogenhandel statt Kampf gegen die Staatsmacht

Die «Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens» (Farc) sind die älteste Guerilla-Gruppe des Landes. Seit 1964 bekämpfen die Farc die Staatsmacht. Nach Einschätzung von Kritikern ist davon aber nicht mehr viel geblieben. Hier mehr.

(sda/mery)