Schweiz
Berner Bärenpark schöpft Potenzial nicht aus – Ausbau blockiert
Der vor drei Jahren eingeweihte Berner Bärenpark schöpft laut einer Studie sein Potenzial nicht aus und weist betriebliche und wirtschaftliche Mängel auf. Die Stadt Bern möchte für mehrere Millionen Franken Verbesserungen vornehmen. Die Ausbau-Pläne sind aber blockiert.
Seit langem verlangen nämlich Menschen mit einer Gehbehinderung einen hindernisfreien Zugang zum Bärenpark und bekämpfen die Versuche der Stadt respektive der Stadtbauten Bern, sie mit günstigen Angeboten wie einem Treppenlift zufriedenzustellen.
Die Behinderten wollen einen Hanglift vom Aareufer bis hinauf zum Restaurant oberhalb des Bärenparks. Das kostet nach Schätzungen mindestens 2 Millionen Franken.
Ohne Klärung kein Ausbau
Bevor hinsichtlich der Behindertenzugänglichkeit nicht Klarheit herrsche, könne die Stadt mit ihren anderen Plänen nicht vorwärts machen, sagt der zuständige Berner Gemeinderat Reto Nause. Er bestätigte damit einen Artikel in der «Berner Zeitung».
Dabei hätte der Park den Ausbau dringend nötig. «Etliche Projektvorschläge, die in der Planungsphase erarbeitet und vorgetragen wurden, fielen der finanziellen Not, dem politischen Unwillen oder anderen Gründen zum Opfer», heisst es in der Studie, die gleichzeitig konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Situation aufführt.
Bärenpark soll attraktiver werden
Die Pläne sehen unter anderem vor, dass der Bärenpark-Shop im ehemaligen kleinen Bärengraben durch ein gut sichtbares Empfangsgebäude ersetzt werden soll. Auch braucht es laut der Studie bessere Signalisationen und eine attraktivere Umgebung des Bärenparks. Der Bärenpark-Shop liegt laut der Studie zu versteckt; die Umsätze sinken stetig.
Nause hatte die Studie im Frühling 2011 in Auftrag gegeben. Untersucht wurden mittels Interviews die Attraktivität und die Bewirtschaftung des Parks.
(sda/muep/blur)



