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Schweiz

Anstieg der Deckungsgrade bei Pensionskassen

Freitag, 19. Oktober 2012, 16:25 Uhr, Aktualisiert 20:49 Uhr

Die Deckungsgrade der Schweizer Pensionskassen haben sich im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresquartal verbessert. Rücklaufend ist die Zahl der Pensionskassen in Unterdeckung.

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Der durchschnittliche vermögensgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 107,3 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung stieg er um 2,2 Prozentpunkte auf 96,7 Prozent.

Dank besserer Aktienkurse können Pensionskassen wieder respektable Deckungsgrade ausweisen. (Tagesschau 19.10.2012, 19:30 Uhr)

Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie wiesen im dritten Quartal einen Deckungsgrad von 74,6 Prozent auf. Private sowie öffentlich-rechtliche Kassen haben von der positiven Entwicklung der Finanzmärkte profitiert.

Der Deckungsgrad der Pensionskassen

Der Deckungsgrad misst das Verhältnis von Anlagevermögen zu den Vorsorgeverpflichtungen einer Pensionskasse.

Entwicklungen an den Finanzmärkten lassen sich bezüglich der Vermögenslage der beruflichen Vorsorge am Deckungsgrad erkennen.

100 Prozent beziffert eine wichtige Grenze. Liegt der Deckungsgrad über 100 Prozent, gibt es Schwankungsreserven, die in Schwächephasen Verluste ausgleichen können

Unter 100 Prozent liegt eine Unterdeckung vor. Diese schränkt die Risikofähigkeit einer Pensionskasse ein und damit auch ihre Renditemöglichkeiten. Rentenzahlungen sind nicht unmittelbar gefährdet.

Sinkt der Deckungsgrad unter 90 Prozent, ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Stiftungsrat Massnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der finanziellen Lage ergreifen muss.

(Quelle: Bilanz)

Grundlage des Pensionskassen-Monitors ist eine Umfrage unter 340 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 437 Milliarden Franken. Die aktuellen Zahlen sind eine Schätzung von Swisscanto auf Basis der Marktentwicklungen und Anlagestrategien der Kassen.

Insgesamt erzielten die Vorsorgeeinrichtungen seit Anfang 2012 eine Rendite von 6,3 Prozent. Dadurch befanden sich gegenüber dem dritten Quartal 2011 weniger Kassen in Unterdeckung: Der geschätzte Anteil der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung liegt bei 12 Prozent, jener der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung bei 58 Prozent.

(sda/roso;mery)