International
Nun ringt Brahimi in Damaskus um Frieden
Der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi setzt seine Bemühungen um eine Waffenruhe mit einem Besuch in Damaskus fort. Er will Aussenminister Walid al-Muallim treffen. Ob er sich auch mit Baschar al-Assad zusammensetzen wird, ist noch offen.
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Der Sondergesandte von UNO und Arabischer Liga drängt auf eine Waffenruhe am islamischen Opferfest Eid al-Adha vom 26. bis 28. Oktober.
«Wir werden mit der Regierung, den politischen Parteien und der Zivilgesellschaft Gespräche über die Lage in Syrien führen», sagte Brahimi bei seiner Ankunft am Flughafen von Damaskus. «Wir werden über die Notwendigkeit sprechen, die Gewalt zu verringern und diese wenn möglich anlässlich von Eid al-Adha zu stoppen.»
Türkei unterstützt Vorschlag
Eid al-Adha ist einer der wichtigsten Feiertage im Islam, der mit der Pilgerfahrt nach Mekka zusammenfällt. Brahimi hegt nach eigenen Angaben die Hoffnung, mit einer Waffenruhe zum Opferfest einen dauerhaften Waffenstillstand und einen «politischen Prozess» einleiten zu können.
Brahimi erhält Sukurs von Ban Ki Moon
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an die Konfliktparteien in Syrien, die von Brahimi geforderte viertägige Waffenruhe einzuhalten. «Dieser Schritt muss durchgezogen werden», sagte Ban laut einer gemeinsam mit der Arabischen Liga veröffentlichen Mitteilung in New York.
Unterstützt wird Brahimi bei diesem Vorstoss von westlichen Staaten und der Türkei. Der türkische Aussenminister Ahmet Davutoglu rief in Ankara alle Konfliktparteien in Syrien auf, zum Eid-al-Adha-Fest die Waffen ruhen zu lassen und «wenn möglich noch während eines längeren Zeitraumes».
Erneut Grenzscharmützel und Tote
An der türkisch-syrischen Grenze kam es erneut zu militärischen Auseinandersetzungen. Die türkische Armee habe Ziele in Syrien beschossen, nachdem zwei von dort abgefeuerte Granaten auf türkischem Territorium eingeschlagen seien, berichtete der türkische Fernsehsender TRT. Berichte über Opfer gab es nicht.
In Syrien töteten nach Angaben von Aktivisten Regimetruppen 50 Menschen. Am Vortag hatte die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter landesweit 240 Tote gezählt, darunter 61 Angehörige der Regierungstruppen.
(sda/mery;maiu)



