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International

EU droht Iran mit «Verschärfung der scharfen Sanktionen»

Freitag, 19. Oktober 2012, 20:30 Uhr

Die Europäische Union droht dem Iran mit härteren Wirtschaftssanktionen, sollte das Land sein Atomprogramm nicht drosseln. Teheran lässt weiter keine Kontrollen der Atomanlagen zu.

Die Staats- und Regierungschefs der EU forderten bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel, die Islamische Republik müsse zu ernsthaften Verhandlungen bereit sein. Die Führung in Teheran könne sich verantwortungsvoll verhalten und die Sanktionen zu einem Ende bringen, erklärten sie. «Doch solange sie das nicht tut, bleibt die EU entschlossen, den Druck auf den Iran gemeinsam mit ihren internationalen Partnern zu erhöhen.»

Bild Demonstrant in Ahmadinedschad-Maske mit Bombe.
Nicht nur die EU warnt vor Irans Grossmacht-Plänen. reuters

Noch ist Israel geduldig

Erst in dieser Woche hatte die EU neue Strafmassnahmen gegen die Islamische Republik verhängt, die im Verdacht steht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran hat dies wiederholt bestritten und argumentiert, ihr Atomprogramm diene nur der Energiegewinnung. Kontrollen lässt der Iran aber nicht zu und nährt so den Verdacht der Weltgemeinschaft. Die Sanktionen betreffen den Handel, die Schifffahrt sowie die Öl- und Erdgasindustrie.

Westliche Staaten hoffen, dass nach der US-Präsidentenwahl am 6. November die Atom-Verhandlungen mit dem Iran wiederaufgenommen werden. Drei Gesprächsrunden sind in diesem Jahr allerdings bereits gescheitert. Die Zeit drängt. Der Iran hat Israel wiederholt das Existenzrecht abgesprochen. Israel, das vermutlich über Atomwaffen verfügt, hat nach den Drohungen mit einem Luftangriff auf die iranischen Atomanlagen gedroht.

(reuters/fasc;horm)