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International

Anschlag auf Gas-Pipeline in der Türkei

Freitag, 19. Oktober 2012, 15:55 Uhr

28 türkische Soldaten sind bei einem Attentat auf eine Pipeline im Osten der Türkei verletzt worden. Mit der Aktion unterbrachen unbekannte Saboteure die iranischen Erdgas-Lieferungen.

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Durch die Explosion nahe dem Ort Eleskirt in der Provinz Agri seien 28 Soldaten in einem vorbeifahrenden Militär-Bus verletzt worden, erklärten die türkischen Behörden.

Die Gas-Pipeline war erst knapp vor einer Woche vor dem Angriff wieder den Betrieb aufgenommen, nachdem die Pipeline zuvor bei einer früheren Attacke bereits beschädigt worden war. Der russische Konzern Gazprom erhöhte den Erdgas-Export in die Türkei, um den Ausfall wettzumachen. Es war unklar, wann wieder Gas durch die Pipeline aus dem Iran fliessen kann.

PKK für mehrere Anschläge verantwortlich

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte sich in der Vergangenheit immer wieder zu Angriffen auf Pipelines in der Türkei bekannt. Zuletzt hatte die Bewegung ihre bewaffnete Kampagne für eine Selbstverwaltung der Kurden-Gebiete verstärkt. Die PKK wird auch für mehrere Angriffe auf die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline verantwortlich gemacht, die irakisches Rohöl in die Türkei transportiert.

Nach dem jüngsten Vorfall habe die türkische Firma Botas eine Erhöhung der Erdgas-Lieferungen aus Russland auf 48 Millionen Kubikmeter pro Tag über die unterseeische Blue-Stream-Pipeline beantragt, erklärte Gazprom. Dieser Bitte komme Gazprom nach. Die Türkei ist nach Deutschland der zweitgrösste Erdgas-Kunde von Gazprom.

Der Iran leidet unter scharfen Sanktionen, die zahlreiche Länder wegen seines Atomprogramms verhängt haben. Die Strafmassnahmen betreffen auch Energieexporte. Die Europäische Union (EU) hat die Einfuhr von iranischem Rohöl seit Juli untersagt.

(reuters/muei;hesa)