Schweiz
Glacé künftig auch mit gentechnisch veränderter Hefe
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat ein Protein bewilligt, das aus gentechnisch veränderter Hefe gewonnen wird. Es wird in der Nahrungsmittelindustrie verwendet, um die Struktur von Glacé zu verbessern.
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Das BAG hat das Eiweiss geprüft und als gesundheitlich unbedenklich bewertet, wie es mitteilte. Das Bewilligungsverfahren ist obligatorisch für Erzeugnisse aus gentechnisch veränderten Organismen, welche in der Lebensmittelherstellung verwendet werden.
Es handelt sich um ein Eis-strukturierendes Protein mit dem sperrigen Namen «ISP Typ III HPLC 12». Dieser Verarbeitungshilfsstoff wird bei der Glacé-Herstellung in geringer Menge der Glacémasse zugegeben. Dadurch bilden sich beim Gefrieren sehr feine Eiskristalle, welche die Qualität verbessern.
Das Protein wird aus einem gentechnisch veränderten Stamm der Backhefe gewonnen und dabei von den Hefezellen abgetrennt. Es befindet sich somit kein modifiziertes Erbgut im Hilfsstoff. Aufgrund der wissenschaftlichen Daten beurteilt das BAG seine Verwendung als unbedenklich, schreibt das Amt.
Natürliche Substanz
Das Protein ist in vielen Ländern – auch der EU – bereits für die Glacéproduktion zugelassen. Die Bewilligung für die Verwendung in der Herstellung von Speiseeis gilt bis 2022 und kann auf Gesuch verlängert werden.
Eis-strukturierende Eiweisse sind natürliche Substanzen. Sie kommen in vielen Tier- und Pflanzenarten vor, die in einer kalten Umwelt leben und schützen sie vor Zell- und Gewebeschäden durch Eiskristalle.
Der nun bewilligte Typ wurde schon in einem nordatlantischen Speisefisch gefunden. Doch eine Gewinnung des Proteins aus dem Fisch wäre zu aufwendig, weshalb es mit Hilfe von Hefepilzen erzeugt wird.
(sda/hesa;gern)



