Schweiz
Geschlechtskrankheiten: Umstrittene BAG-Warnungen
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bietet neu eine Möglichkeit, per SMS einen Sex-Partner zu warnen, wenn man ihn oder sie möglicherweise mit einer Geschlechtskrankheit infiziert hat. Die Methode überrascht – und wurde bereits von Spassvögeln missbraucht, wie «10vor10» berichtet.
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Bei dem amtlichen Nachrichtensystem für anonyme Gesundheitsmeldungen drängt sich die Frage auf, warum sich das BAG verantwortlich dafür fühlt, die möglicherweise infizierten Sex-Partner zu informieren.
Roger Staub, der stellvertretende Leiter der BAG-Abteilung «Übertragbare Krankheiten» hat darauf folgende Antwort parat: «Die Sex-Partner zu informieren ist wichtig, weil sie angesteckt sein könnten und auch ohne Symptome Träger einer Geschlechtskrankheit sein könnten». Die Krankheitserreger könnten auf diese Weise wiederum ohne Wissen der Betroffenen weitergegeben werden. Dem möchte man vorbeugen indem sich die möglicherweise Infizierten untersuchen und wenn nötig auch behandeln lassen, so Staub weiter.
Doch anonyme Meldungen durch die Behörde könnten auch Effekte auslösen, die in eine falsche Richtung gehen, meinen nicht nur Wissenschaftler.
(sf/10vor10/halp)







