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Energiepolitik

Zusätzliche Millionen für die Energieforschung

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 12:56 Uhr, Aktualisiert 13:37 Uhr

Der Bundesrat will bis 2016 zusätzliche 142 Millionen Franken in die Energieforschung stecken. Es sollen unter anderem 30 Forschungsgruppen zur Energieeffizienz und zum Thema erneuerbare Energie entstehen, um die Zeit nach dem Atomstrom zu regeln.

Ohne eine bessere Energieeffizienz und stärkere Nutzung erneuerbarer Energien lässt sich der Ausstieg aus der Atomenergie nicht bewältigen. Daher stellt der Bundesrat der Energiestrategie 2050 einen Aktionsplan «Koordinierte Energieforschung» zur Seite, wie das Innen- (EDI) und Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mitteilten.

Bild Blick auf das Atomkraftwerk Mühleberg. (keystone)
Wenn in Mühleberg & Co. die Lichter ausgehen, sollen andere Energiequellen besser genutzt werden – allen voran erneuerbare. keystone

Insgesamt will der Bundesrat 202 Millionen Franken zusätzlich in die Energieforschung investieren. Davon werden 60 Millionen Franken aus dem bereits durch das Parlament abgesegneten ETH-Kredit verwendet. Die ETH sollen damit die nötigen Forschungsinfrastrukturen im Energiebereich  – beispielsweise Testanlagen – aufbauen und betreiben. Zudem sollen sie neue Forschungsgruppen mit Professuren schaffen und Projekte zur Unterstützung einreichen.

Fachkräftemangel verhindern

Die vom Bundesrat neu beantragten 142 Millionen Franken werden wie folgt verwendet: Auf ein neues Förderprogramm Energie des Nationalfonds (SNF) und der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) entfallen 118 Millionen Franken. Hochschulen und Kompetenzzentren können sich sowohl bei der KTI und dem SNF für ihre Projekte bewerben. Die KTI soll vor allem auch dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse in Innovationen münden und dass die Privatwirtschaft in die Projekte eingebunden wird.

Weiterhin in Kernenergie forschen

Insgesamt stehen in den Jahren 2013 bis 2016 spezifisch für die Energieforschung 746 Millionen Franken zur Verfügung. Im Betrag nicht enthalten sind die Gelder, welche Universitäten und Fachhochschulen für die Energieforschung ausgeben. Diese Mittel sind nicht zweckgebunden.

Der Aktionsplan soll auch nach 2016 weiterlaufen. Dafür sieht der Bundesrat in seiner Botschaft vor, dass die Gelder in die ordentliche Finanzierung überführt werden.

An der Erforschung der Kernenergie hält der Bundesrat trotz des Atomausstieges fest. Die Forschung soll sich aber stärker auf Sicherheitsaspekte und den Rückbau der AKW konzentrieren.

Mit 24 Millionen Franken soll zudem ein SNF-Nachwuchsförderprogramm für die Energieforschung aufgelegt werden. Dieses Geld soll dazu beitragen, dass in der Schweiz die nötigen Fachkräfte in der Energieforschung zur Verfügung stehen. Ganz allgemein will der Bundesrat damit aber auch dem Fachkräftemangel im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich entgegenwirken.

(sda/mery;godc)