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Schweiz

52 Millionen für die Integration von Ausländern

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 13:34 Uhr

2011 hat der Bund mit 52 Millionen Franken die Integration von Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und Ausländern unterstützt. Investiert wurde das Geld vor allem in Sprachkurse sowie in die berufliche Integration.

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Das ist dem Jahresbericht «Integrationsförderung des Bundesamts für Migration (BFM) und ihre Auswirkungen in den Kantonen» zu entnehmen, den der Bundesrat nun zur Kenntnis genommen hat.

Von den 52 Millionen wurden 36 Millionen Franken für den Ausbau kantonaler Programme für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Menschen ausgegeben. Das BFM unterstützte mit dem Geld des Weiteren rund 100 Projekte für die Sprach- und Frühförderung sowie für die soziale und berufliche Eingliederung von Migranten.

2219 Versprechen zur Integration

Die restlichen 16 Millionen Franken legte der Bund für die Integration von Ausländern aus. Die Kantone konnten damit ihre Programme für Sprachförderung ausbauen und stärken. Zudem vermittelten 15 Stellen für interkulturelles Übersetzen etwa 150'000 Stunden Übersetzung. 30 Kompetenzzentren für Integration setzten damit ihre Beratungs- und Informationsarbeit fort.

Elf Kantone in der deutschsprachigen Schweiz haben im letzten Jahr 2219 Migrationsvereinbarungen mit Eingewanderten abgeschlossen. In den französisch- und italienischsprachigen Regionen werden keine solchen Verträge abgeschlossen.

Mehr Geld für Zugezogene

Ab 2014 werden erstmals in allen Kantonen Integrationsfördermassnahmen mit den gleichen Zielen umgesetzt. Zugezogene aus dem Ausland sollen dann mehr gefordert – zum Beispiel Sprachkenntnisse –, aber auch mehr unterstützt werden.

Wie heute sollen kantonale Behörden selbst entscheiden können, ob sie mit Zuzügern Integrationsvereinbarungen abschliessen wollen. Gegen ein Obligatorium hatten sich die Kantone gewehrt. Eine Niederlassungsbewilligung sollen nur noch gut Integrierte erhalten. Die Kriterien dazu sollen künftig gesetzlich festgeschrieben werden.

(sda/godc;hesa)