International
Spanien am Geldmarkt erfolgreich
Die Euro-Sorgenkinder Spanien und Griechenland haben sich am Kapitalmarkt neues Geld besorgt. Vor allem Spanien erlebte dabei eine positive Überraschung.
Athen musste für eine kurzfristige Anleihe von drei Monaten in Höhe von 1,625 Milliarden Euro 4,24 Prozent Zinsen bezahlen. Der Zinssatz liegt damit leicht niedriger als im vergangenen Monat.
Damals betrug er 4,31 Prozent. Griechenland leiht sich immer wieder für kurze Zeit Summen am Geldmarkt, um seine leeren Kassen zu füllen. An Kredite mit längerer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren ist derzeit nicht zu denken. Das Land hängt daher am Tropf der Rettungshilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF).
Trotz der Hängepartie um weitere Finanzhilfen hat Spanien bei einer Auktion von Geldmarktpapieren deutlich mehr Geld in die Staatskasse bekommen als geplant: Das krisengeschwächte Euroland verkaufte Schuldtitel in einem Gesamtvolumen von 4,86 Milliarden Euro.
Angepeilt waren ursprünglich nur 4,5 Milliarden Euro. Die Laufzeiten der verkauften Titel liegen zwischen zwölf und 18 Monaten, wie die spanische Notenbank mitteilte. Bei einer starken Nachfrage nach den kurzlaufenden Titeln gaben die Zinssätze leicht nach.
(agenturen/maiu;horm)



