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International

Bürgerkrieg in Syrien: Über 30'000 Tote

Dienstag, 16. Oktober 2012, 10:24 Uhr, Aktualisiert 14:10 Uhr

In Syrien sind seit Beginn der Konflikte vor 19 Monaten über 30'000 Menschen umgekommen. Für die UNO ist klar: Der Krieg in Syrien hat ein «neues und entsetzliches Ausmass an Brutalität und Gewalt» erreicht.

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Die UNO könne die Schätzungen der Zahl der Toten von 30‘000 allerdings nicht überprüfen, sagte UNO-Untergeneralsekretär für Politische Fragen, Jeffrey Feltman.

Aktivisten zufolge liegt die Opferzahl bereits bei über 32'000. «Syrische Städte und Dörfer – einige davon Teil unseres Weltkulturerbes – verwandeln sich in Ruinen. Archäologische Schätze wurden geplündert und zerstört», berichtete Feltman im UNO-Sicherheitsrat.

Die Gewalt schaffe auch einen Nährboden für Extremisten und Kriminelle. «Menschenrechtsverletzungen, darunter willkürliche Festnahmen, Folter und Massenexekutionen, setzen sich unvermindert fort.»

Lösung für Syrienkonflikt nicht in Sicht. (Tagesschau 16.10.2012, 12:45 Uhr)

Ausserdem bewahrheiteten sich auch Befürchtungen, dass der Konflikt in Syrien sich auf Nachbarländer ausdehnen könnte, sagte Feltman in Bezug auf die jüngsten Zwischenfälle an der türkisch-syrischen Grenze, Schüsse auf den Golan-Höhen und im Norden des Libanon.

Die Botschafterin der USA bei den UNO, Susan Rice, warf der libanesischen Hisbollah-Miliz eine zunehmende Verwicklung in den syrischen Bürgerkrieg vor. Die Miliz sei Teil der «Tötungsmaschine» des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sagte Rice bei einem Treffen des UNO-Sicherheitsrats zur Lage im Nahen Osten.

Die Führer der Hisbollah verstärkten in Absprache mit dem verbündeten Iran ihre Unterstützung für einen «mörderischen und verzweifelten Diktator». Die USA ermunterten die internationale Gemeinschaft, «den terroristischen Aktivitäten der Hisbollah entgegenzutreten».

(sda/dapd/schubeca;galc)