Kultur
Jeder kann ein Mozart sein
Die Fachhochschule St. Pölten in Österreich hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, Musik für Filme und Games selbst zu komponieren. Die neu erstellten Stücke sind lizenzfrei nutzbar.
Bild
Das Software-Framework sei auch eine Basis für pädagogisch wertvolle Applikationen, indem es Kindern und Jugendlichen spielerischen Zugang zu klassischer Musik und Jazz eröffne, teilt die Schule mit.
Komposition nach Schlagwörtern
«Gemma» (Generative Music for Media Applications) soll Musikwünsche durch Beschreibung in Worten in eigens komponierte Musikstücke umwandeln.
Weitere Informationen rund um die Kompositionssoftware «Gemma» finden sich auf der Institutsseite.
Der Kompositionsprozess beginnt, indem Nutzer die einzelnen Szenen des Bildmaterials (Film, Video oder Spiel) semantisch beschreiben. Sie können dabei aus einer Vielzahl an Möglichkeiten wie «Liebe», «Krieg» oder «Tod» aus einem Pulldown-Menü auswählen.
Diese Begriffe werden mit einer eigens entwickelten «Clip Library» verglichen, die 500 Szenen von 250 Blockbustern wie «Madagaskar» oder «Matrix» enthält.
Freiheit in der Vertonung
Zudem umfasst das System zu jedem semantischen Symbol mehrere Instrumentierungen, um Vielfalt zu garantieren. Die Nutzer können nach Gutdünken die Komposition beeinflussen.
«Wenn eine an sich traurige Szene fröhlich vertont werden soll, um damit einen gewissen Effekt zu erzielen, ist das immer noch möglich», erklärt Julian Rubisch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Instituts für Creative/Media/Technologies (ICMT) an der FH St. Pölten.
Die Komposition erfolgt dann auf Basis mathematisch formulierter Gesetzmässigkeiten von Kompositionen. Das fertige Musikstück darf – als Neukomposition – lizenzfrei verwendet werden.
(sda/apa/pressetext.com/roso;horn)







