US-Wahlkampf 2012
Schwacher Debatten-Auftritt schadet Obama nicht
Brilliert hat US-Präsident Barack Obama bei seinem ersten TV-Duell nicht. Geschadet hat ihm dieser Auftritt allerdings nicht. Dies geht aus einer neuen Umfrage hervor.
Real Clear Politics ist ein in Chicago ansässiges Institut, das nach eigenen Angaben Nachrichten und Meinungen zur US-Politik sammelt. Es aggregiert unter anderem die aktuellen Daten grosser US-Umfrageinstitute und bildet deren Durchschnitt ab.
Gemäss einer Studie der «Washington Post» und des TV-Senders ABC würden 49 Prozent der Amerikaner, die im November wahrscheinlich zur Wahl gehen, für Obama stimmen. Für Herausforderer Mitt Romney würden hingegen nur 46 Prozent votieren.
Allerdings heisst es in der Umfrage, die Marge für einen rechnerischen Irrtum liege bei 3,5 Prozentpunkten. Man müsse daher weiter von einem Kopf-an-Kopf-Rennen ausgehen, schreibt die Zeitung. Es gebe keinen rechnerisch entscheidenden Vorsprung.
Zum Vergleich: Vor vier Jahren habe Obama um diese Zeit einen Vorsprung von zehn Prozentpunkten vor seinem Gegner gehabt.
Obama hatte bei der Debatte vor 14 Tagen einen müden und matten Eindruck gemacht. Das nächste Rededuell steht in der Nacht auf Mittwoch an.

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(dpa/muei; maiu)



