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Kambodschas Ex-König Sihanuk gestorben

Montag, 15. Oktober 2012, 2:43 Uhr, Aktualisiert 14:12 Uhr

Der frühere kambodschanische König Norodom Sihanuk ist 89jährig gestorben. Der stellvertretende Ministerpräsident des Landes bestätigte diesbezügliche chinesische Agenturmeldungen.

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«Unser früherer König ist Montagfrüh um 2.00 Uhr in Peking an einer natürlichen Ursache gestorben. Das ist ein grosser Verlust für Kambodscha. Wir fühlen uns sehr traurig.» So bestätigte der stellvertretende Ministerpräsident Nihk Bun Chhay eine chinesische Agenturmeldung.

Sihanuk wurde am 31. Oktober 1922 geborenals sein Heimatland unter französischer Kolonialverwaltung war. Er litt zuletzt an Krebs, Diabetes und Bluthochdruck und wurde über Jahre hinweg von chinesischen Ärzten in Peking behandelt.

Symbol der Aussöhnung

Sihanuk setzte sich für die Unabhängigkeit ein, die 1953 kam, dankte ab und wurde erst Premierminister, dann Staatsoberhaupt. Während des Vietnam-Krieges war der König machtlos. Bei einer Auslandsreise 1970 wurde er abgesetzt. Er ging nach Peking, und begann von dort, die Roten Khmer zu unterstützen, die die Regierung in Kambodscha stürzten und in ihrer knapp vierjährigen Schreckensherrschaft bis 1979 fast ein Viertel der Bevölkerung ausrotteten.

Von 1993 bis 2004 wurde er nochmals König von Kambodscha. Ab 1991, als Kambodscha unter UNO-Verwaltung stand, fungierte er bereits als provisorisches Staatsoberhaupt.

Die letzten Jahre verbrachte Sihanouk in peking. (Tagesschau 15.10.2012, 12:45 Uhr)

Als er den Thron 1993 wieder einnahm, war er zu einem Symbol der nationalen Aussöhnung und Einheit geworden. 2004 übergab Sihanouk aus gesundheitlichen Gründen die Macht an seinen Sohn.

(sda/fref;galc)