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International

Frankreich will keine Cannabis-Debatte

Montag, 15. Oktober 2012, 19:15 Uhr

Mit einer wohlwollenden Äusserung über eine mögliche Legalisierung weicher Drogen hat Frankreichs Bildungsminister Vincent Peillon für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Die Rücktrittsforderungen folgten auf dem Fuss.

Bild Premierminister Ayrault mit Bildungsminister Peillon im Gespräch
Da hilft alles Gestikulieren nichts: Premierminister Ayrault (r.) ist über die Haltung von Bildungsminister Peillon (l.) zu Cannabis nicht sonderlich begeistert. reuters

Einige Abgeordnete der grössten Oppositionspartei UMP forderten den Rücktritt des sozialistischen Politikers. Auch Premierminister Jean-Marc Ayrault distanzierte sich und mahnte Peillon zur Zurückhaltung. «Es wird keine Entkriminalisierung von Cannabis geben», stellte Ayrault bei einem Besuch in Westfrankreich klar. Die Minister sollten sich auf ihre Kern-Aufgabenbereiche konzentrieren.

Peillon hatte sich am Wochenende in einer Radiosendung für eine Debatte über eine mögliche Straffreiheit für Haschisch- und Marihuana-Konsumenten ausgesprochen und das Thema mit Hinweis auf die organisierte Kriminalität als wichtig bezeichnet.

Das bürgerlich-rechte Lager bezeichnete die Äusserungen als unverantwortlich und wies unter anderem auf Gesundheitsgefahren hin.

(dpa/falt;maiu)