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Erneut Zwischenfall im französischen AKW Cattenom
Im Atomkraftwerk Cattenom im Nordosten Frankreichs hat es erneut eine Panne gegeben. In der Nacht zum Montag mussten die Reaktorblöcke 3 und 4 abgeschaltet werden.
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Das Herunterfahren der Reaktorblöcke sei eine reine Vorsichtsmassnahme, sagte eine Sprecherin des Betreibers Électricité de France (EdF).
Eine von zwei Filtertrommeln, mit der das Kühlwasser aus der Mosel und dem Lac du Mirgenbach für die beiden Reaktoren gereinigt wird, war ausgefallen. Die zweite Trommel habe zwar noch funktioniert. Die Reaktoren würden aber vorsichtshalber so lange ausser Betrieb genommen, bis die Ursache für die Panne gefunden und behoben sei, sagte die Sprecherin.
Ende der Woche sollen die beiden Reaktorblöcke voraussichtlich wieder ans Netz. Der Betreiber rechnet mit hohen wirtschaftlichen Einbussen – zu der möglichen Schadenhöhe wollte EdF aber keine Stellung nehmen. Eine Gefahr für Anwohner, Umwelt oder Mitarbeiter bestand den Angaben zufolge nicht.
Abschalten von Cattenom gefordert
Wegen technischer Probleme mussten in diesem Jahr in Cattenom bereits mehrfach Reaktoren unplanmässig abgeschaltet werden. Die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Luxemburg fordern mittlerweile die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks, weil die Sicherheitstechnik nicht dem heutigen Stand entspreche.
(sda/dpa/schj;falt)



