Inhalt

International

EU verschärft Sanktionen gegen den Iran

Montag, 15. Oktober 2012, 15:14 Uhr

Die EU-Aussenminister haben im Atomstreit mit dem Iran die Sanktionen deutlich verschärft. Als Ergänzung zum bereits bestehenden Öl-Embargo verbietet die EU nun auch den Import von Erdgas aus dem Iran.

Dies obwohl die EU aus dem Iran derzeit kein Erdgas bezieht. Das umfangreiche Sanktionspaket umfasst auch Geschäftsverbote gegen 34 Unternehmen, die Verbindungen zur Regierung in Teheran unterhalten.

Bild Catherine Ashton neben Guido Westerwelle. Weitere Minister im Hintergrund.
Die EU, hier EU-Vertreterin Catherine Ashton (l.) mit dem deutschen Aussenminister Guido Westerwelle (r.), hat neue Sanktionen gegen den Iran beschlossen. keystone

Ausserdem wurde eine Person aus dem Umfeld des Nuklearprogramms mit einem Einreiseverbot belegt. Dies teilte der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle in Luxemburg mit.

Beschränkungen für Banken und Schiffsindustrie

Weiter beschlossen die EU-Aussenminister ein Verbot von Bürgschaften für den Handel mit dem Iran auch für kurzfristige Geschäfte. Bisher galt ein Verbot nur für längerfristige Projekte.

Darüber hinaus sind Überweisungen von europäischen auf iranische Bankkonten künftig nur noch unter strikten Auflagen erlaubt – etwa im Zusammenhang mit Lebensmittel- und Medikamentenbeschaffung – und müssen vorab bei nationalen Prüfungsstellen angemeldet werden.

Obendrein sind Exporte bestimmter Metalle fortan verboten, gleiches gilt für Software für die Schiffsindustrie. Europäische Firmen dürfen auch keine Öl-Tanker mehr an den Iran liefern oder verleihen.

(sda/gern)