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International

Türkei und Syrien sperren gegenseitig Lufträume

Sonntag, 14. Oktober 2012, 0:39 Uhr, Aktualisiert 16:23 Uhr

Der Konflikt zwischen Syrien und der Türkei hat sich am Wochenende weiter verschärft. Die beiden Länder sperrten gegenseitig ihre Lufträume. An der Grenze herrscht Alarmbereitschaft.

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Rebellen haben dieses Video des angeblichen Abschusses publik gemacht.

In Syrien hielten die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen an. Dabei soll ein Kampflugzeug abgeschossen worden sein. Dies vermeldeten syrische Aufständische.

Beim Abschuss über Aleppo soll es sich um eine MIG handeln. Der genaue Typ ist nicht bekannt. Ebenso ist unklar, ob das Flugzeug tatsächlich abgeschossen wurde oder ein technischer Defekt den Absturz auslöste.

Syrien reagiert auf Entschluss der Türkei

Die Türkei sperrte unterdessen den Luftraum für syrische Zivilflugzeuge. Das wurde jetzt auch offiziell bestätigt. Als Grund nannte Aussenminister Ahmet Davutoglu den Missbrauch von syrischen Passagierflugzeugen für den Transport militärischer Güter. Ankara habe Damaskus bereits am Samstag über diese Entscheidung informiert.

Wenige Stunden zuvor hatte Damaskus den syrischen Luftraum für türkische Passagiermaschinen gesperrt. Das sei die Antwort auf die Entscheidung der türkischen Regierung, keine syrischen Zivilflugzeuge in seinem Luftraum zu dulden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana weiter berichtete.

Bild Gelandetes Flugzeug in der Dunkelheit.
Am Mittwoch musste ein syrischer Flieger in Istanbul zwangslanden. keystone

Wegen des Konflikts mit Syrien hatten türkische Passagierflugzeuge bereits vorher den Luftraum des Nachbarlandes gemieden. Medien berichteten jüngst unter Berufung auf die Regierung, Flugzeuge mit Mekka-Pilgern umflögen Syrien. Die grösste türkische Fluggesellschaft THY nutze den syrischen Luftraum seit einer Woche nicht mehr, hiess es.

Moskau weist Vorwürfe zurück

Am Mittwoch hatte die Türkei ein syrisches Flugzeug abgefangen. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bestätigte den Fund «militärischer Güter» in der Maschine.

Der Airbus A-320 war am Mittwochabend von türkischen F-16-Kampfflugzeugen abgefangen und zur Landung auf dem Esenboga-Flughafen in Ankara gezwungen worden. Nach Angaben des türkischen Aussenministers Ahmet Davutoglu lagen dem türkischen Geheimdienst Informationen über eine verdächtige Fracht vor.

Die russische Regierung hatte die Beschuldigungen am Freitagabend erneut zurückgewiesen. Das Flugzeug habe eine völlig legale Lieferung von Radarteilen an Bord gehabt, sagte Aussenminister Sergej Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

(sda/gern;weis)