International
Von «Wir sind Nobelpreis!» bis «Würdigung einer Schwerkranken»
Unterstützung für die europäische Idee in turbulenten Zeiten: Mitten in der Finanzkrise wird die EU mit dem Friedensnobelpreis 2012 ausgezeichnet. Die Presse lobt einerseits das «Schulterklopfen für Patient Europa», regiert aber auch kritisch auf die Auszeichnung einer «Schwerkranken, die depressiv ist und deren lebenserhaltenden Organe gelähmt sind».
Der Preis wird traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Stifter Alfred Nobels, in Oslo verliehen. Er ist mit umgerechnet 930'000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird nach den Worten eines Kommissionssprechers vermutlich an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet.
Unklar ist bislang noch, welcher EU-Vertreter den Preis in Oslo entgegennehmen wird. Die EU-Kommission selbst schlug vor, ihn an Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und den ständigen Ratspräsidenten Herman van Rompuy zu überreichen. Van Rompuy repräsentiert die Mitgliedsstaaten, die gemeinsam mit dem Parlament Gesetzgeber der Gemeinschaft sind, Barroso steht für die Exekutive.
(dpa/hesa)







