International
Wieder Zwischenfall zwischen Türkei und Syrien
Zwischen der Türkei und Syrien bleibt die Lage angespannt. Offenbar hat ein türkisches Kampflugzeug nahe der Grenze einen syrischen Helikopter abgedrängt. Die Türken beordern Panzer und Kampfjets an die Grenze in Südostanatolien.
Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, ein syrischer Helikopter habe sich der türkischen Grenze genähert. Demnach wollte die von Rebellen kontrollierte syrische Stadt Asmarin bombardieren. Darauf sei ein türkisches Kampfflugzeug in Diyarbakir gestartet und habe den Helikopter abgedrängt.
Feuergefechte im Grenzgebiet
Die Türkei rüstet im Grenzgebiet massiv auf. Die Luftwaffe verschiebt 15 Kampfjets ins südostanatolische Diyarbakir. Die Zahl der Panzer wurde um noch einmal 60 auf jetzt 250 erhöht. Dies berichtete die türkische Tageszeitung «Hürriyet».
Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein, die Türkei feuert zurück. In der vergangenen Woche hatte das Parlament der Regierung in Ankara Militäreinsätze im Nachbarland erlaubt. Die Beziehungen sind besonders angespannt, seit die Türkei ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung zwang.
Erdogan: Munition war an Bord
Die Türkei hat mit der erzwungenen Landung nach eigenen Angaben eine Waffenlieferung nach Syrien verhindert. Das Flugzeug habe Munition eines russischen Herstellers an Bord gehabt, die für das Verteidigungsministerium in Damaskus bestimmt gewesen sei, sagte Ministerpräsident Tayyip Erdogan.
Inzwischen hat Ankara laut einem Medienbericht einen Nato-Waffenexperten hinzugezogen. Er soll prüfen, ob unter den beschlagnahmten Materialien Teile sind, die zu Raketensprengköpfen montiert werden können.
Die Gegenseite dementiert derweil. Die betreffende syrische Fluggesellschaft sagte, das Flugzeug habe keine illegale Fracht transportiert. Auch die Regierung in Moskau meldete, das Flugzeug habe weder Waffen noch andere militärische Ausrüstung an Bord gehabt.
USA stellt sich hinter Türkei
Im Streit um das abgefangene syrische Flugzeug haben sich die USA hinter die Türkei gestellt. «Wir unterstützen die Entscheidung der türkischen Regierung, das Flugzeug zu untersuchen», sagte eine Sprecherin des US-Aussenministeriums.
Die USA stehen hinter Verbündeten, die versuchten, Waffenlieferungen an das Assad-Regime zu verhindern, sagte ein Regierungssprecher. Dies gelte besonders für die Türkei.
(agenturen/galc/fref; fasc)






