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«Haben Tsunami-Gefahr in Fukushima bewusst verharmlost»

Freitag, 12. Oktober 2012, 17:40 Uhr

Die Betreiberin des AKW im japanischen Fukushima, Tokyo Electric Power Company (Tepco), hat nach eigenen Angaben die Gefahren durch einen Tsunami bewusst verharmlost. Damit habe man eine Schliessung der Anlage aus Sicherheitsgründen vermeiden wollen.

Der Tsunami nach dem Beben vom 11. März 2011 führte in Fukushima zur Kernschmelze und zur folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986. Das Atomkraftwerk war bei dem Unglück schwer beschädigt worden, umliegende Gebiete wurden radioaktiv verseucht.

Bild Fukushima am Meer.
Dem Beben hielt das AKW stand, nicht aber dem Wasser. reuters

Japan steigt aus Atomkraft aus

«Es gab eine latente Angst vor einer Schliessung», heisst es in dem Tepco-Bericht. Ein von der Regierung eingesetzter Untersuchungsausschuss hatte das Unglück Anfang Juli als vermeidbar und deshalb als «von Menschen verursachte Katastrophe» bezeichnet. Das Atomkraftwerk sei damals «verwundbar» gewesen.

Tepco hatte den beinahe 15 Meter hohen Tsunami, der nach einem Erdbeben der Stärke 9 über das Kernkraftwerk hereinbrach, dagegen wiederholt als «unvorhersehbar» bezeichnet. Inzwischen hat die Regierung in Tokio beschlossen, bis zum Jahr 2040 aus der Atomkraft auszusteigen.

(sda/fasc;roso)