Vermischtes
Der Regen macht Pause
In den vergangenen Tagen war es im Norden vor allem eines: nass. Gleich mehrere Fronten brachten Regen und sorgten dafür, dass viele Flusspegel anstiegen. Inzwischen hat sich die Lage fast überall etwas entspannt. Der Schirm kann zu Hause bleiben, wenn auch nicht für lange.
Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage hat sich die Lage an vielen Flüssen entspannt. Im Kanton Bern etwa stabilisierten sich die Pegel. Nach Angaben der Polizei wurden in der Nacht keine grösseren Schäden gemeldet. In der Stadt Bern wird die Lage weiter beobachtet.
Dort rechnen die Experten damit, dass der Pegel der Aare wieder etwas ansteigt. Grund ist der kontrollierte Wasserablass aus dem Thuner- und dem Brienzersee. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Abflussmenge der Aare deshalb auf bis zu 350 Kubikmeter pro Sekunde steigen wird. Der Alarmwert liegt bei 400 Kubikmetern.
Rheinschiffe fahren wieder
Auch am Rhein bei Basel entspannte sich die Lage. Nach Angaben der Schweizerischen Rheinhäfen ist der Stadthafen seit dem Morgen wieder befahrbar. Die Hochwassersperre von Basel bis Kembs (Frankreich) sei aufgehoben. Auch zwischen Birsfelden und Rheinfelden können die Schiffe wieder verkehren.
Einschränkungen gibt es noch auf dem Abschnitt Basel-Birsfelden. Dieser bleibt vorerst noch für die gesamte Schifffahrt gesperrt. Auch Kleinschifffahrt und Fährbetrieb sind weiterhin nicht möglich.
Der starke Regen der vergangenen Tage hatte den Pegel des Rheins über Sicherheitslimiten anschwellen lassen. Die Behörden hatten die Schifffahrt daraufhin am Mittwoch auf bestimmten Abschnitten eingestellt.
Trübes Trinkwasser
In der aargauischen Gemeinde Beinwil im Freiamt sorgte der viele Regen für trübes Trinkwasser. Die Gemeinde forderte die Bewohner auf, das Leitungswasser vor dem Trinken abzukochen – als «reine Vorsichtsmassnahme», wie es heisst.
Warum die Regenfälle das Grundwasser derart trübten, ist noch ungeklärt. Beinwil nutzt seit Jahrzehnten ergiebige Grundwasservorkommen im «Schürboden» auf dem Lindenberg.
Regen ohne Ende
In den vergangenen Tagen hatte es nördlich der Alpen fast ohne Unterbruch geregnet. Nach Angaben von SF Meteo fielen die meisten Niederschläge im Kanton Glarus. Der Rekordwert wurde im Niederurnertäli mit 134 Millimetern gemessen. Auch im Klöntal fiel mit 123 Millimetern extrem viel Regen.
Da und dort traten Bäche oder kleinere Flüsse über die Ufer. Mitverantwortlich für die lokalen Überschwemmungen waren die hohen Temperaturen: Die Schneefallgrenze lag bei 2400 bis 2900 Metern. Entsprechend floss praktisch der Niederschlag ab, und es gab kaum Ablagerungen in Form von Schnee.
Entspannung – nur kurz
«SF Meteo» geht davon aus, dass der Tag im Norden weitgehend trocken bleibt. Schon am Freitag aber kommt neuer Regen und auch zu Beginn der kommenden Woche geht es nass weiter.
(sda/sfmeteo/krua; rufi)






