Inhalt

Kultur

Neuer Zeichner für Asterix und Obelix

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 18:18 Uhr

Nach 53 Jahren und 34 Ausgaben von Asterix und Obelix geht Zeichner Albert Uderzo in den Ruhestand. Seine kreative Aufgabe übernimmt der französische Comic-Zeichner Didier Conrad, dessen Eltern aus der Schweiz stammen.

Bild

Etliche Comic-Reihen enden mit dem Tod ihres geistigen Schöpfers. Nicht so das Kult-Comic «Asterix der Gallier», bei den meisten bekannt als Asterix und Obelix. Die beiden Gallier verteidigen nun schon seit über fünf Jahrzehnten ihr kleines Dorf gegen Caesar und seine römischen Soldaten.

«Asterix muss am Leben bleiben»

Es dürfte wohl keine Comic-Sammlung geben, in der die lustig-frechen Dorfbewohner Galliens nicht ihren festen Platz haben. Diese Serie soll weitergehen, auch wenn Uderzo wegen Arthrose selbst nicht mehr zeichnen kann: «Asterix muss am Leben bleiben», sagt der 85jährige Franzose und übergibt die Aufgabe mit gutem Gewissen dem erfahrenen Didier Conrad. «Eine neue Geschichte zu erfinden und zu zeichnen ist eine sehr grosse Herausforderung, aber ich habe grosses Vertrauen in Didier Conrad und Jean-Yves Ferri. Auch das nächste Album wird hervorragend werden.»

Ein Kindheitstraum jedes Comic-Zeichners

Didier Conrad, der Comic-Zeichner mit schweizer Wurzeln ist mit Asterix und Obelix aufgewachsen. Ein Jahr bevor er zur Welt kam, hat René Goscinny mit der ersten Ausgabe des legendären Bildbands ein Meilenstein der Comic-Geschichte gesetzt.

Die Heldengeschichten weiter zu zeichnen, sei eine grosse Ehre sagt Conrad: «Asterix zu zeichnen ist für mich ein ausserordentliches Abenteuer, das ist ein Traum meiner Kindheit.»

35. Ausgabe in Arbeit

Zusammen mit dem neuen Autoren Jean-Yves Ferri, macht sich Conrad nun an die Arbeit für die 35. Ausgabe der beiden mutigen Gallier. Wie die Geschichte heissen soll, ist noch nicht bekannt und auch die Handlung bleibt geheim.

Bild Ausgestellte Asterix-Bücher in einer Buchhandlung.
Die 34 Ausgaben von Asterix und Obelix wurden in mehr als 100 Sprachen übersetzt. reuters

Fest steht: Es lasten hohe Erwartungen auf den Schultern des Künstler-Duos. Asterix und Obelix ist seit jeher eine der erfolgreichsten Comic-Serie. Die Ausgaben wurden in über 110 Sprachen und Dialekte übersetzt. Zudem gibt es bereits drei Spiel- sowie etliche Zeichentrickfilme über die gallischen Titelhelden.

(dpa/meic;roso)