Inhalt

US-Wahlkampf 2012

US-Arbeitslosenzahlen helfen Obama

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 17:07 Uhr

«Good News» für den um sein Amt kämpfenden Präsidenten Barack Obama: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seiner Amtszeit gefallen.

Bild

Seit viereinhalb Jahren hat es solche Zahlen nicht mehr gegeben: Nach Daten des Arbeitsministeriums sank die Zahl der Erstanträge um 30'000 auf 339'000. Im September schufen die Arbeitsgeber zwar nur rund 114'000 neue Arbeitsplätze – die Arbeitslosenquote sank jedoch deutlich auf 7,8 Prozent, den niedrigsten Stand seit der Amtsübernahme Obamas.

Die Zahlen sind Wasser auf die Mühlen des Wahlkampfs von Präsident Barack Obama, der sich bei der Präsidentenwahl am 6. November gegen seinen Herausforderer Mitt Romney durchsetzen muss. Das Thema «Wirtschaft» dominiert die Kampagnen und Debatten; Experten vermuten, dass die Wahl auf diesem Themengebiet entschieden wird. Und: Bislang ist noch nie ein Präsident wiedergewählt worden, wenn die Arbeitslosenquote über acht Prozent gelegen hat.

Wall Street wartet auf Initialzündung

Von Seiten der Republikaner versucht man denn auch schon seit Wochen, Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt herunterzuspielen: Die Statistiken seien fehlerhaft, weil zahlreiche Langzeitarbeitslose, die die Jobsuche aufgegeben haben nicht mehr erfasst würden. Nach Ansicht der Republikaner liegt die «wahre» Arbeitslosenquote eher bei elf Prozent.

Die überraschend positiven Daten vom gebeutelten US-Arbeitsmarkt haben auch die Wall Street angetrieben; die Händler in New York waren optimistisch gestimmt. Die Unternehmen würden wieder einstellen, sagte Jordan Waxman von Hightower Advisors: «Darauf hat der Markt gewartet.»

Und der entscheidet ja bekanntlich, wohin es geht in der Politik.

(agenturen/falt;)