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International

Russische Aktivisten heisse Anwärter für Friedensnobelpreis

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 14:22 Uhr

Am Freitag wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. 231 Kandidaten, darunter auch Organisationen, sind nominiert. Als aussichtsreichste Anwärter werden die Menschenrechtsorganisation Memorial und ihre Mitgründerin Swetlana Gannuschkina genannt.

Bild Die Preise für die Nobelpreisgewinner vor der offiziellen Verleihung. (reuters)
Am Freitag um 11 Uhr (MESZ) gibt das Komitee bekannt, wer den Friedensnobelpreis erhält. Im Dezember wird die Auszeichnung überreicht. reuters/archiv

Zuletzt war der in aller Welt hoch angesehene Preis 1990 nach Moskau gegangen – an den damaligen Staatschef Michail Gorbatschow für seine Politik friedlicher Reformen.

Als Favorit häufig genannt wird auch der Politikwissenschaftler Gene Sharp aus den USA, der sich seit Jahrzehnten mit dem gewaltfreien Kampf und dem Pazifismus befasst. Seine Ideen beeinflussten unter anderem die chinesischen Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 in Peking und die ägyptischen Oppositionellen im Frühjahr 2011 auf dem Tahrir-Platz in Kairo.

Preisträger 2012

Literaturnobelpreis: Mo Yan aus China, mehr dazu

Physiknobelpreis: Forscher-Duo Serge Haroche (Frankreich) und David J. Wineland (USA), mehr dazu

Chemienobelpreis: US-Forscher Robert Lefkowitz und Brian Kobilka, mehr dazu

Medizinnobelpreis: Stammzellenforscher Shinya Yamanaka (Japan) und John Gurdon (Grossbritannien)

Ebenfalls Anwärter auf den Friedensnobelpreis ist der weissrussische Menschenrechtsaktivist Ales Beljazki, der im November 2011 zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Erstmals an drei Frauen

Die Dotierung des Preises ist in diesem Jahr wie bei allen anderen Nobelpreisen um 20 Prozent auf 1,1 Millionen Franken gekürzt worden. Überreicht wird die Auszeichnung traditionsgemäss am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, im Osloer Rathaus.

Vergangenes Jahr vergab das fünfköpfige Nobelkomitee den Preis erstmals überhaupt seit der Verleihung 1901 an drei Frauen. Die jemenitische Journalistin und Menschenrechtlerin Tawakkul Karman teilte sich die Auszeichnung mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee, ebenfalls aus Liberia.

Porträt von Alfred Nobel (nobelpreis-organisation)

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(sda/dpa;krua)