International
Meningitiswelle in den USA weitet sich aus
Nach der Einnahme eines verunreinigten Schmerzmittels ist in den USA ein weiterer Patient gestorben. Auch bei ihm hatte das mit Pilzen verseuchte Medikament eine Meningitis ausgelöst. Bislang sind zwölf Menschen gestorben, Zehntausende könnten das Präparat eingenommen haben.
Nach Angaben der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta wurden in den inzwischen zehn betroffenen Bundesstaaten insgesamt 137 Erkrankte registriert, 18 mehr als am Tag zuvor.
Nicht ansteckend
Das Präparat mit dem Wirkstoff Methylprednisolon-21-Acetat wird vor allem bei chronischen Entzündungen eingesetzt. Alle bislang registrierten Erkrankten hatten das Mittel in den Rücken gespritzt bekommen. Die Pilze lösten eine spezielle, nicht ansteckende Form der Hirnhautentzündung aus.
Nach Angaben der CDC wurde das Medikament in 23 der 50 US-Bundesstaaten an fast 80 medizinische Einrichtungen ausgeliefert. Mehrere zehntausend Menschen könnten somit betroffen sein. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass nicht alle erkranken werden.
Meiste Erkrankungen in Tennessee
Die CDC wies jedoch darauf hin, dass sich betroffene Patienten, die jetzt etwa Schmerzen empfänden, sich schwach fühlten oder Fieber hätten, ärztlichen Rat suchen sollten. Einige Menschen hätten nach der Injektion Schlaganfälle erlitten.
Die meisten Menschen erkrankten bislang im Bundesstaat Tennessee. Mehrere Fälle wurden zudem im nicht weit entfernten Virginia und im nördlich gelegenen Michigan registriert.
(dpa/krua;mery)



